Biluge Mushegera und das Patenschaftsteam
Paten- und Spenderbetreuung
Fon 07022/9259-36
mushegera@childfund.de

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Der erste Besuch bei seinem Patenkind in Bolivien hat Horst Lerch so beeindruckt, dass er beschloss, Fridda und ihre Familie ein zweites Mal zu besuchen.

Horst Lerch mit seinem Patenkind Fridda und ihrer älteren Schwester Maria
Vor zwei Jahren hatte ich unser Patenkind Fridda in Cochabamba in Bolivien erstmals zusammen mit meinem Sohn besucht. Es war ein Besuch voller Emotionen, Erfahrungen und wunderschöner Erinnerungen. So war es einfach nur eine Frage der Zeit, bis der Wunsch in die Tat umgesetzt wurde, unsere Patenfamilie, das Team des Projektes Obispo Anaya und viele andere Familien erneut zu besuchen. Mitte Oktober 2009 ging es also los. Diesmal nicht von Düsseldorf, sondern von Frankfurt aus, da wir uns hierdurch einen zeitraubenden Zwischenstopp in Paris ersparten. Es waren dann aber immer noch rund 29 Stunden, bis wir unser Ziel Cochabamba erreicht hatten. Ich erzähle dies nur, weil wir zwar ziemlich geschafft dort ankamen, aber ob des tollen Empfangs am Flughafen alles direkt wieder vergessen war. Wir fühlten uns sofort wie zuhause. Denn wir kannten sie ja alle: Miriam von der ChildFund Geschäftsstelle, Danitza und Maria vom Projekt Obispo Anaya, natürlich unsere Dolmetscherin Teresa, und mit ihnen zusammen viele Kinder und Jugendliche, die uns mit Gesang und Tanz begrüßten.
Am nächsten Tag stand der Projektbesuch auf der Tagesordnung. Das klingt zwar erst einmal unspektakulär, aber uns erwartete ein fantastisches Unterhaltungsprogramm mit eindrucksvollen Tanzdarbietungen und Gesangseinlagen. Nach einem leckeren Mittagessen fand ein Fußballturnier mit den Kleinen vom Kindergarten statt. Selbstverständlich standen die Mannschaften von Bolivien und Deutschland im Endspiel und ich wage es kaum zu sagen: Deutschland gewann 6:3. Ich habe aber bei den Besiegten keine große Traurigkeit erkennen können.
Wir kannten sie ja alle: Miriam von der ChildFund Geschäftsstelle, Danitza und Maria vom Projekt Obispo Anaya, natürlich unsere Dolmetscherin Teresa, und mit ihnen zusammen viele Kinder und Jugendliche, die uns mit Gesang und Tanz begrüßten.
Ja, und dann der Besuch bei unserer Patenfamilie. Ich vermag es auch dieses Mal kaum zu beschreiben. Mit dem Geländewagen fuhren wir entlang kleiner Steinhütten den bekannten, holprigen Fahrweg hinauf bis zu einer kleinen Ansiedlung mit Blick auf das Haus unserer Patenfamilie. Man hatte uns schon sehnsüchtig erwartet. Denn wir waren noch nicht ganz vorgefahren, da stürmten alle aus dem Haus und wir lagen uns in den Armen. Unsere Wiedersehensfreude war so groß, dass wir auf dem Fahrweg tanzten - unbeschreiblich schön. Natürlich hatten wir uns viel zu erzählen. Dabei war uns wichtig zu erfahren, wie es um die Schul- und Berufsausbildung steht und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Lebenssituation der Familie verbessern zu können. Als Maria, die ältere Schwester unseres Patenkindes Fridda, uns dann auf ihrer Panflöte vorspielte, waren wir endgültig angekommen. Ausgiebig gingen wir dann noch gemeinsam einkaufen. Die erworbenen Badesachen mussten selbstverständlich im Freibad einer großen Parkanlage sofort eingeweiht werden. Es machte einfach Spaß, mit anzusehen, wie alle im Wasser herumtollten und gar nicht mehr heraus wollten. Und wieder einmal spürten wir, mit welch geringen Mitteln man Freude bereiten kann.
Es stand aber auch der Besuch weiterer Familien, denen wir ein wenig helfen konnten, auf dem Programm. Begegnungen voller Emotionen. Erzählen möchte ich von der 8-jährigen Estephany. Sie lebt zusammen mit ihrer Mutter und ihren zwei behinderten Brüdern in einer Steinhütte, die wir nach unseren Maßstäben als Stallung bezeichnen würden. Ich muss dies so sagen, um ein wenig die Atmosphäre, in der wir uns befanden, wiederzugeben. Die Kleine hatten wir schon Tage zuvor im Projekt kennengelernt und in unser Herz geschlossen. Nun erwartete sie uns in dieser Hütte mit einem großen Sombrero auf dem Kopf und sang zu einer wunderschönen Melodie, die aus einem Kassettenrecorder erklang. Wir haben uns vor ihr auf den Boden gesetzt und vor Rührung geweint.
Ich möchte mich auch bei dieser Gelegenheit bei allen bedanken, die, wie auch immer, dazu beigetragen haben, dass unser neuerlicher Patenschaftsbesuch so gut verlaufen ist.
Ich möchte mich auch bei dieser Gelegenheit bei allen bedanken, die, wie auch immer, dazu beigetragen haben, dass unser neuerlicher Patenschaftsbesuch so gut verlaufen ist. Namentlich bei Frau Bürger von der ChildFund Geschäftsstelle in Nürtingen, Reyna und dem Team der Landesgeschäftsstelle von ChildFund in La Paz, Miriam, Danitza und Maria vom Projekt Obispo Anaya und - in keinster Weise zu vergessen - unsere als Dolmetscherin fungierende "Perle" Teresa. Und zu guter Letzt ein Dankeschön an Ulrike Schoeler, eine Patin aus Hamburg, die mit sehr viel Engagement ein anderes ChildFund Projekt in Cochabamba unterstützt. Ich glaube, wir kommen wieder...