Biluge Mushegera und das Patenschaftsteam
Paten- und Spenderbetreuung
Fon 07022/9259-36
mushegera@childfund.de

Biluge Mushegera und das Patenschaftsteam
Paten- und Spenderbetreuung
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mushegera@childfund.de
Die Nürtingerin Dörte Bauer ist fast seit der ersten Stunde von ChildFund Deutschland im Jahr 1978 an der Seite der Paten und Spender. Ihre Kollegin Biluge Mushegera aus dem Kongo verstärkt seit Dezember 2010 ebenfalls mit ganzem Herzen das Team im Bereich Patenschaften. Ein Gespräch über persönliche Ziele, bewegende Erfolge und den immer neuen Zauber des Anfangs.

Biluge Mushegera (li.) ist seit einem Jahr Ansprechpartnerin für unsere Patinnen und Paten, Dörte Bauer (re.) schon seit 1978 mit ganzem Herzen dabei.
Dörte Bauer: Ich war mit der Gründerin Karin Astrid Greiner befreundet und als sie mich 1978 fragte, ob ich sie beim Aufbau ihres Kinderhilfswerks unterstützen möchte, habe ich sofort Ja gesagt. Zum einen, weil mir diese Aufgabe sehr erfüllend und sinnvoll erschien. Zum anderen war ich Mutter eines gesunden und munteren Jungen. Auch aus diesem Gefühl der Dankbarkeit heraus habe ich mich für diese Tätigkeit entschieden.
Biluge Mushegera: Mir geht es da ganz ähnlich. Meine Heimat, die Demokratische Republik Kongo, gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Ich weiß also genau, was es bedeutet, Not zu leiden. Umso dankbarer bin ich, hier in Deutschland mit meiner Familie in Frieden und Sicherheit leben zu können. Ich sehe in der Arbeit bei ChildFund Deutschland auch eine Möglichkeit, etwas von meinem Glück zurückzugeben – das motiviert und begeistert mich jeden Tag aufs Neue!
Dörte Bauer: Diese Begeisterung war auch für uns von Anfang an das Entscheidende. Wir waren ja mehr oder weniger Laien, die einfach ins kalte Wasser gesprungen sind und begonnen haben, sich das nötige Know-how von der Pike auf selbst anzueignen – Verwaltung, Finanzen, Werbung und so weiter. Dieses hohe Maß an Professionalität, das unsere Arbeit heute prägt, entwickelte sich erst mit der Zeit. Kaum zu glauben, dass wir mit gerade einmal 45 Patenkindern angefangen haben. Innerhalb von zwei Jahren waren es dann schon 4.000 – auch, weil es damals einfach noch nicht so viele Hilfsorganisationen gab.
„Wie sinnvoll unsere Arbeit ist, haben mir in den letzten 34 Jahren immer wieder die Erfolgsgeschichten unserer Patenkinder bestätigt. Viele von ihnen führen heute ein gutes, selbstbestimmtes Leben.“ Dörte Bauer
Biluge Mushegera: Auf jeden Fall. Was ChildFund Deutschland für mich aber nach wie vor einzigartig macht, ist die persönliche Beziehung zu unseren Patinnen und Paten. Dank unserer überschaubaren Größe können wir individuell auf ihre Anliegen eingehen und ihnen ein echtes Gegenüber sein. Wie wichtig das ist, erlebe ich immer wieder in Telefonaten mit unseren Paten. Denn für sie beginnt mit einer Patenschaft etwas Neues im Leben – verbunden mit vielen Fragen und Anliegen. Aber vor allem mit großer Begeisterung und Vorfreude. Zum Beispiel auf ein neues Geschwisterchen am anderen Ende der Welt. Oder einfach auf eine wirklich sinnvolle Aufgabe.
„Es ist einfach schön zu erleben, wie eine neue Patenschaft beginnt. Für die Kinder ist sie der Start in eine aussichtsreiche Zukunft, für viele Paten ein wirklicher kleiner Familienzuwachs.“ Biluge Mushegera
Dörte Bauer: Diese persönlichen Beziehungen sind auch für mich die Voraussetzung, dass Gutes entsteht – und ein wichtiger Grund dafür, dass das Thema Patenschaft bei ChildFund Deutschland heute noch so aktuell ist wie damals. Denn dafür steht unsere Arbeit im Sinne unserer Paten – und der Patenkinder: Jedes bedürftige Kind braucht nicht nur materielle Sicherheit, sondern auch Vorbilder und Ermutigung – beispielsweise durch den regelmäßigen Briefkontakt mit seinem Paten oder seiner Patin.

Wer das Leben eines Kindes nachhaltig verändern will, muss sein Umfeld miteinbeziehen. Deshalb ermöglichen unsere Patenschaftsprojekte auch Familienhilfe und Dorfentwicklung.
Biluge Mushegera: Bei unseren Projekten werden Kinder und ihre Familien aktiv in alle Entscheidungen miteinbezogen – als gleichberechtigte Partner auf Augenhöhe. Das ist eine wichtige Voraussetzung für ein eigenverantwortliches Leben.
Dörte Bauer: Wir haben über die Jahre hinweg immer besser gelernt, auf die jeweiligen Herausforderungen zu antworten. Dadurch hat das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ jetzt wesentlich größere Bedeutung als früher. Was unverändert geblieben ist, sind unsere Werte und Ziele – auch deshalb bin ich nach über 30 Jahren noch immer aus Überzeugung für ChildFund Deutschland tätig.