Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation
Fon 0 70 22/92 59-23
becker@childfund.de
ChildFund Bank für Sozialwirtschaft AG
Kto. 778 00 06 BLZ: 601 205 00
Antje Becker
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Der Ursprung von CCF reicht schon 70 Jahre zurück, als CCF in den USA gegründet wurde, um Kriegswaisen, die im chinesischen Bürgerkrieg und im chinesisch-japanischen Krieg ihre Eltern verloren hatten, zu helfen. Bald setzte sich die schnell wachsende Organisation auch über die Grenzen Chinas hinaus für Not leidende Kinder ein. Schon damals wurde festgeschrieben, dass die Organisation im Sinne christlicher Nächstenliebe hilft, ohne Rücksicht auf die religiöse, ethnische oder politische Zugehörigkeit der hilfsbedürftigen Kinder. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam das Hilfswerk auch Kindern im zerstörten Europa zu Hilfe, so auch in Deutschland. In den folgenden Jahrzehnten wurden immer mehr Hilfsprojekte in Ländern der Dritten Welt begonnen und viele Partnerschaften mit örtlichen Initiativen etabliert. Astrid Greiner lernte diese Arbeit bei einem Aufenthalt in Brasilien kennen und war so von ihr begeistert, dass sie danach in Deutschland etwas für CCF tun wollte – so entstand CCF Kinderhilfswerk!
Heute ist CCF Kinderhilfswerk eine eigenständige und unabhängige Hilfsorganisation, die sich weltweit in mehr als 30 Ländern für Not leidende Kinder und ihre Familien engagiert. Ein wichtiger Grundsatz ist die Hilfe zur Selbsthilfe. Die Projekte schaffen die Voraussetzungen dafür, dass die Familien eines Tages ein von fremder Hilfe unabhängiges Leben führen können. Dabei war es in der langen Geschichte von CCF von jeher selbstverständlich, dass die betroffenen Menschen an der Planung und Umsetzung der Hilfe aktiv beteiligt werden. Zudem arbeitet auch CCF Kinderhilfswerk mit staatlichen Stellen und anderen Hilfsorganisationen in den Projektländern zusammen.
Im Jahre 2002 schloss sich CCF Kinderhilfswerk mit elf weiteren Organisationen zur ChildFund Alliance zusammen. Durch diese Vereinigung sollen Ressourcen und Fachwissen gebündelt und gezielt zur Hilfe für noch mehr Kinder und Familien eingesetzt werden. Gemeinsam unterstützen die zwölf Mitgliedsorganisationen der ChildFund Alliance mehr als 7,6 Millionen Menschen in mehr als 50 Ländern der Welt.
Die Familienhilfe- und Entwicklungsprojekte werden auch heute noch überwiegend durch Patenschaften finanziert. „Eine Patenschaft ist die persönlichste Form der Hilfe“, erklärt Dörte Bauer von CCF Kinderhilfswerk. Die 63jährige, die seit der Gründung 1978 CCF mit aufgebaut hat, bis sie vor einem Jahr in den Ruhestand ging, ist nach wie vor jede Woche bei CCF im Einsatz. „Es ist einfach eine großartige Sache, wenn Sie das schlimme Schicksal von bedürftigen Kindern und ihren Familien positiv beeinflussen können“, erklärt die rüstige Rentnerin aus Nürtingen, die selbst seit 30 Jahren Patin ist. Bei einer Patenschaft wisse man als Spender genau, wem man helfe. Durch die Briefe vom Patenkind oder gar bei Besuchen vor Ort könne man als Spender mitverfolgen, wie sich das Leben des Patenkindes und der Menschen seiner Umgebung verbessere. Mit den Patenschaftsbeiträgen von monatlich 30 Euro werden Entwicklungs¬projekte wie z. B. Trinkwasserbrunnen, Gesundheitsstationen oder Schulen, aber auch Trainings und Hilfen finanziert, um z. B. die Ernteerträge von Kleinbauern zu steigern oder armen Familien eine Verdienstmöglichkeit zu schaffen. Ziel ist es, mit umfassenden Entwicklungsstrategien ganze Regionen zu entwickeln, wovon alle Menschen in diesen Regionen profitieren und langfristig von fremder Hilfe unabhängig werden sollen.
Zu den vielen tausend CCF Paten gehören auch viele Prominente, wie das Schauspielerehepaar Leslie Malton und Felix von Manteuffel oder die Schauspielerin Andrea Sawatzki, vielen Fernsehzuschauern bekannt als Tatort-Kommissarin. "Unsere Patenschaft symbolisiert für uns den Glauben an die Zukunft, Liebe und die Hoffnung auf eine bessere Welt", beschreibt die Schauspielerin Ulrike Kriener ihr Engagement bei CCF. Der bekannte Entertainer Michael Schanze besuchte mehrere CCF Projekte in Kenia, worüber er in einem eindrucksvollen Film, der kostenlos bei CCF Kinderhilfswerk erhältlich ist, berichtet.
Ein wichtiges Thema bei CCF Kinderhilfswerk ist von jeher Transparenz bei der Verwendung der Spenden. "Die Spender haben ein Recht zu erfahren, was mit ihren Spenden geleistet wird", sagt Jörn Ziegler, seit 2001 Geschäftsführer des CCF Kinderhilfswerks. "Die Basis für unsere Zusammenarbeit mit Spendern zum Wohle bedürftiger Kinder in unserer Welt ist Vertrauen", erklärt der 49jährige, der selbst Vater von fünf Kindern ist und mit seiner Familie in Kirchheim unter Teck lebt. Notwendige Voraussetzung für dieses Vertrauen seien Transparenz und die Überprüfbarkeit einer Organisation. CCF Kinderhilfswerk ist vom Finanzamt in Nürtingen als gemeinnützigen Zwecken dienend anerkannt und lässt jedes Jahr von unabhängigen Wirtschaftsprüfern den Jahresabschluss prüfen, der für alle Interessierte im Internet einzusehen ist. Für den verantwortungsbewussten Umgang mit Spendengeldern wurde CCF Kinderhilfswerk seit 1995 jedes Jahr erneut mit dem DZI-Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für Soziale Fragen in Berlin ausgezeichnet.