Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation
Fon 0 70 22/92 59-23
becker@childfund.de
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Mit einer Fläche von 1,2 Millionen Quadratkilometern zählt Angola zu den sieben größten Staaten Afrikas. Der Osten des Landes wird vom Sambesi durchflossen. Ein schmaler Landstreifen, der zur Demokratischen Republik Kongo gehört, trennt die Provinz Cabinda vom übrigen Staatsgebiet. Die höchste Erhebung ist der Berg Môcco (2.620 m über dem Meeresspiegel). Angola ist in drei Klimazonen eingeteilt: die tropische Küstenregion, das gemäßigte Bergland und den überwiegend heißen Südosten.
Im Jahr 1483 wurde an der Küste des heutigen Angolas der erste portugiesische Handelsposten errichtet. Wenig später begann die Kolonialisierung des Landes durch Portugal. Als sich Angola 1975 von der Kolonialmacht lossagte, brach ein Bürgerkrieg zwischen den ehemaligen Unabhängigkeitsbewegungen MPLA und UNITA aus. Schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen kamen dabei ums Leben, vier Millionen Menschen wurden vertrieben. Erst seit 2002 herrscht offiziell wieder Frieden.
Der 27 Jahre andauernde Bürgerkrieg hat Angola wirtschaftlich und politisch nahezu ruiniert. Das Land verfügt zwar über reiche Vorkommen an Erdöl, Gold und Diamanten. Aufgrund der zerstörten Infrastruktur können diese aber kaum genutzt werden. Jeder Zweite ist arbeitslos. Von den Erwerbstätigen sind mehr als 74 % in der Landwirtschaft beschäftigt. Für den Export wird vor allem Kaffee angebaut. Wegen Landminen kann aber nur ein Sechstel der landwirtschaftlichen Flächen genutzt werden.
