Patenschaft

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Antje  Becker

Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation

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Geografie

Die Republik Benin ist einer der kleineren Staaten Afrikas. Das Land liegt im Westen und erstreckt sich vom Golf von Guinea bis zum Mittellauf des Niger. Die Küstenebene ist von einem Netzwerk aus Sümpfen, Lagunen und Seen durchsetzt. In Richtung Norden steigt das Land allmählich zu einer Ebene an, der sich nördlich das Plateau von Mittelbenin anschließt. Der höchste Berg ist der Mont Sokbaro (658 m über dem Meeresspiegel). Das ganze Jahr über herrscht tropisches Klima mit gleichbleibend hohen Temperaturen.

Geschichte

Im 17. Jahrhundert entstanden zahlreiche Handelsniederlassungen entlang der Küste des heutigen Benin. 1894 wurde das Land von Frankreich kolonisiert. 1960 erlangte es die Unabhängigkeit. 1974 wurde der Marxismus-Leninismus zur Staatsideologie. Dies hatte zwar tiefgreifende Reformen des Bildungssystems zur Folge, führte aber letzten Endes zu großen wirtschaftlichen Problemen. 1990 wurde die Rückkehr zum Mehrparteiensystem beschlossen.

Wirtschaft

Als eines der ärmsten Länder der Welt ist Benin besonders auf ausländische Hilfe und Investitionen angewiesen. Die wirtschaftliche Grundlage des Landes bildet die Landwirtschaft. Rund 55 % der Erwerbstätigen sind hier beschäftigt, nur 2 % arbeiten in Industriebetrieben. Für den Export werden vor allem Baumwolle, Erdnüsse, Cashewnüsse und Ananas angebaut.

Herausforderungen

  • Gesundheit: In Benin sind Kinder vielfältigen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. Neben schlechter medizinischer Versorgung gehören dazu vor allem Unterernährung, mangelhafte Hygiene und fehlende sanitäre Einrichtungen. In den ländlichen Regionen haben mehr als 30 % der Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Öffentlich zelebriert wurde hingegen das offizielle Ende weiblicher Genitalverstümmelungen im Jahr 2005.
  • Bildung: Besonders auf dem Land sind die Schulen schlecht ausgestattet. Es gibt zu wenige Klassenzimmer, Unterrichtsmaterialien und Lehrkräfte. Deshalb gehen trotz allgemeiner Schulpflicht nur etwa 66 % aller Kinder zur Schule. Seit 2007 ist der Schulbesuch für Grundschüler kostenlos. Doch vor allem Mädchen verlassen die Schule vorzeitig, um zum Unterhalt ihrer Familien beizutragen.
  • Armut: Beim Human Development Index der Vereinten Nationen steht Benin auf dem 161. von 179 Plätzen. Damit gehört es zu den am wenigsten entwickelten Staaten weltweit. Die Armut des Landes spiegelt sich auch in dem niedrigen Pro-Kopf-Einkommen wider, das unterhalb von 500 Euro pro Jahr liegt.