Patenschaftsbericht

Ingrid Santos durfte in Fortaleza erfahren, wie sehr ihre Patenschaft auch ihr Leben bereichert.

Patenschaft

Für nur 30 Euro fördern Sie langfristig die Ernährung, Bildung und medizinische Versorgung eines Kindes.

Ihre Ansprechpartnerin

Antje  Becker

Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation

Fon 0 70 22/92 59-23
becker@childfund.de

Geografie

Brasilien ist der fünftgrößte Staat der Erde und zugleich das größte Land Südamerikas. Es nimmt etwa die Hälfte des Kontinents ein. Brasiliens Landschaft ist geprägt von den Regenwäldern des Amazonas-Tieflands im Norden und den gebirgigen Hochebenen im Süden. Die meisten Menschen leben in der Nähe der Atlantikküste, wo sich auch fast alle Großstädte befinden. Der Amazonas ist nicht nur der wichtigste Fluss Brasiliens, sondern mit 6.448 km auch der längste Fluss der Welt. An der Grenze zu Venezuela und Guyana liegt Brasiliens höchster Berg, der Pico da Neblina (2.994 m über dem Meeresspiegel).

Geschichte

1535 begann die Kolonialisierung Brasiliens durch die portugiesische Krone. Während der Napoleonischen Kriege (1807-1814) verlegte Portugal den Königshof nach Rio de Janeiro. 1822 erklärte Pedro I. die Unabhängigkeit Brasiliens von Portugal und ernannte sich zum ersten brasilianischen Kaiser. Sein Sohn Pedro II. wurde 1889 durch einen Militärputsch abgesetzt. Brasilien wurde anschließend eine föderative Republik. Zwischen 1930 und 1988 stand das Land unter der Herrschaft wechselnder Militärregierungen.

Wirtschaft

Brasilien ist eine der zehn größten Volkswirtschaften weltweit. In den Nachkriegsjahren wurde eine breit ausgerichtete Industrie aufgebaut. Viele ausländische Firmen haben sich in Brasilien niedergelassen, insbesondere im Fahrzeug- und Maschinenbau sowie der Chemie- und Pharmabranche. Etwa 30 % des Staatsgebiets werden landwirtschaftlich genutzt. Hauptanbauprodukte sind Kakao, Zuckerrohr, Sojabohnen, Orangen und Kaffee. Mit einem Anteil von 20 % ist Brasilien der weltweit größte Kaffee- Erzeuger. Etwa 25 % der landwirtschaftlichen Produktion entfallen auf die Viehwirtschaft.

Herausforderungen

  • Gesundheit: Das staatliche Gesundheitswesen ist unzulänglich. Wegen Geldmangels sind zahlreiche Krankenhäuser stark renovierungsbedürftig und veraltet. Viele Kleinkinder aus armen Familien leiden an Unterernährung. Das macht sie anfällig für vermeidbare Krankheiten wie Durchfall, Malaria, Dengue-Fieber oder Atemwegsinfektionen. Ein weiteres armutsbedingtes Gesundheitsrisiko ist die Chagas-Krankheit, die durch den Biss der Vinchuca-Wanze übertragen wird.
  • Bildung: Für Kinder zwischen 7 und 14 Jahren besteht Schulpflicht, der Unterricht ist kostenlos. Die staatlichen Schulen haben allerdings einen schlechten Ruf: Sie sind mangelhaft ausgestattet und es fehlt an gut ausgebildeten Lehrern. Außerdem gibt es nicht genügend Plätze für alle schulpflichtigen Kinder. Deshalb schicken finanziell besser gestellte Eltern ihren Nachwuchs auf Privatschulen.
  • Kinderarbeit: Brasilien ist geprägt von extremen Gegensätzen zwischen Arm und Reich: 1 % der Bevölkerung verfügt über fast ein Fünftel des Volkseinkommens, während sich 50 % der Menschen etwa ein Zehntel des Volkseinkommens teilen. Viele Kinder müssen die Schule vorzeitig verlassen und arbeiten gehen, um ihre Familien zu unterstützen.