Unser Jahresbericht 2010

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Antje  Becker

Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation

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Geografie

Burkina Faso liegt am Südrand der Sahara, im Übergangsbereich zwischen Sahel- und Sudanzone. Der vorwiegend flache Binnenstaat ist durch tropisches Klima und verschiedenartige Savannenlandschaften geprägt. Etwa 32 % der Landesfläche entfallen auf das Zentralplateau, das nach seinen Bewohnern auch Mossiplateau genannt wird. Der höchste Berg ist der Ténakourou (749 m über dem Meeresspiegel).

Geschichte

1897 besetzte Frankreich das damalige Königreich Ouagadougou. 1919 wurde das Land offiziell zur Kolonie Obervolta erklärt. Am 05. August 1960 erlangte Obervolta die Unabhängigkeit. 24 Jahre später änderte es seinen Namen in Burkina Faso ("Land der Aufrechten"). In den Jahren seiner unabhängigen Existenz erlebte das Land zahlreiche sich abwechselnde parlamentarische und diktatorische Regierungen. Immer wieder gelang es Militärs, vorübergehend an die Macht zu gelangen. Seit 1991 hat Burkina Faso eine Verfassung nach französischem Vorbild.

Wirtschaft

Etwa 90 % der Bevölkerung betreiben Landwirtschaft für den Eigenbedarf. Die wichtigsten Anbauprodukte für den Export sind Baumwolle und Erdnüsse. Die ungünstigen klimatischen Bedingungen erschweren die Ausübung der Landwirtschaft. Ein großes Problem sind Bodenerosion und das Vordringen der Wüste. Immer wieder kommt es zu Dürren und Hungersnöten.

Herausforderungen

  • Gesundheit: In Burkina Faso kommen nur sechs Ärzte auf je 100.000 Einwohner. Viele Kinder haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, medizinischer Versorgung und genügend Nahrung. Deshalb zählen Krankheiten wie Malaria, Durchfall und Atemwegsinfektionen zu den häufigsten Todesursachen bei unter 5-Jährigen. Trotz gesetzlichen Verbots ist die Genitalverstümmelung von Mädchen noch immer weit verbreitet.
  • Bildung: Obwohl der Schulbesuch kostenlos ist und allgemeine Schulpflicht besteht, werden nur etwa 30 % der Kinder überhaupt eingeschult. Vor allem Mädchen wird häufig das Recht auf eine angemessene Bildung vorenthalten. Auf dem Land müssen Kinder täglich mehrere Kilometer Schulweg auf sich nehmen. Es fehlt an Klassenräumen und qualifizierten Lehrkräften.
  • Lebensumstände: In Burkina Faso gibt es kaum Elektrizität, sanitäre Einrichtungen oder eine geregelte Abfallentsorgung. Durch die hohe Geburtenrate verschärft sich die Armut immer weiter. Hinzu kommen die Probleme, mit denen alle Länder in der Sahel-Zone zu kämpfen haben: Überweidung, Bodenerosion und das unaufhaltsame Vordringen der Wüste.