Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation
Fon 0 70 22/92 59-23
becker@childfund.de
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Burundi ist einer der kleinsten und am dichtesten besiedelten Staaten Afrikas. Ein Großteil des Landes besteht aus einem Hochplateau, das durchschnittlich 1.500 m über dem Meeresspiegel liegt. Neben Tansania, Sambia und der Demokratischen Republik Kongo gehört Burundi zu den Anrainerstaaten des Tanganjikasees. Der längste Fluss des Landes, der Ruvubu, ist einer der Quellflüsse des Nils. Das heiße tropische Klima wird durch die Höhenlage Burundis gemildert.
Burundi hat eine lange Geschichte als Königreich. Von Europäern entdeckt wurde das Land erst 1858. Im Jahr 1890 wird Burundi Teil der Kolonie Deutsch-Ostafrika. Später besetzten die Belgier das Land und entließen es erst 1962 in die Unabhängigkeit. Die Innenpolitik Burundis ist von Konflikten zwischen den zahlenmäßig unterlegenen, aber mächtigeren Tutsi und den Hutu-Stämmen geprägt. Von 1993 bis 2005 herrschte Bürgerkrieg. Seit 2005 hat das Land einen demokratischen Kurs eingeschlagen.
Nur langsam erholt sich die Wirtschaft von den Folgen des 12-jährigen Bürgerkriegs. Darüber hinaus hat Burundi mit weiteren wirtschaftshemmenden Faktoren zu kämpfen: der einseitigen Ausrichtung des Exports auf Kaffee, der zu hohen Transportkosten führenden Binnenlage, der extrem hohen Bevölkerungsdichte sowie der Abhängigkeit von Importen und Finanzhilfen aus anderen Staaten.
