Unser Jahresbericht 2010

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Antje  Becker

Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation

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Geografie

Burundi ist einer der kleinsten und am dichtesten  besiedelten Staaten Afrikas. Ein Großteil des Landes  besteht aus einem Hochplateau, das durchschnittlich 1.500 m über dem Meeresspiegel liegt. Neben Tansania, Sambia und der Demokratischen Republik Kongo gehört Burundi zu den Anrainerstaaten des Tanganjikasees. Der längste Fluss des  Landes, der Ruvubu, ist einer der Quellflüsse des Nils. Das heiße tropische Klima wird durch die Höhenlage Burundis gemildert.

Geschichte

Burundi hat eine lange Geschichte als Königreich. Von Europäern entdeckt wurde das Land erst 1858. Im Jahr 1890 wird Burundi Teil der Kolonie Deutsch-Ostafrika. Später besetzten die Belgier das Land und entließen es erst 1962 in die Unabhängigkeit. Die Innenpolitik Burundis ist von Konflikten zwischen den zahlenmäßig unterlegenen, aber mächtigeren Tutsi und den Hutu-Stämmen geprägt. Von 1993 bis 2005 herrschte Bürgerkrieg. Seit 2005 hat das Land einen demokratischen Kurs eingeschlagen.

Wirtschaft

Nur langsam erholt sich die Wirtschaft von den Folgen des 12-jährigen Bürgerkriegs. Darüber hinaus hat Burundi mit weiteren wirtschaftshemmenden Faktoren zu kämpfen: der einseitigen Ausrichtung des Exports auf Kaffee, der zu hohen Transportkosten führenden Binnenlage, der extrem hohen Bevölkerungsdichte sowie der Abhängigkeit von Importen und Finanzhilfen aus anderen Staaten.

Herausforderungen

  • Gesundheit: Burundi gilt als das am stärksten von Hunger betroffene Land weltweit: Etwa 66 % der Bevölkerung sind unterernährt. Mehr als 20 % der Menschen haben keinen Zugang zu ausreichend  sauberem Trinkwasser. Kinder werden in Burundi zwar kostenlos medizinisch versorgt, die Ausstattung ist allerdings oft mangelhaft. Etwa 27.000 Kinder sind mit HIV infiziert, weitere 200.000 haben durch Aids ihre Eltern verloren. Malaria und armutsbedingte Krankheiten wie Tuberkulose sind ebenfalls weit verbreitet. 
  • Bildung: Viele Kinder haben nur geringe Chancen auf eine gute Schulbildung. Der Unterricht ist zwar kostenlos, doch es fehlt an Schulgebäuden, qualifizierten Lehrern und einem angemessenen Unterrichtsangebot. Lediglich 60 % aller Kinder werden eingeschult. Von ihnen erreichen nur etwa zwei  Drittel den Grundschulabschluss.
  • Kriegsfolgen: Ein zwölf Jahre andauernder Bürgerkrieg hat Hunderttausende das Leben gekostet und schwere wirtschaftliche Folgen für das Land. Viele Jungen und Mädchen wurden als Kindersoldaten missbraucht.