Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation
Fon 0 70 22/92 59-23
becker@childfund.de

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Ecuador ist der zweitkleinste Staat Südamerikas. Seinen Namen hat es vom Äquator, der das Land durchzieht. Zum Staatsgebiet gehören auch die Galápagos-Inseln, die rund 1.000 Kilometer vom Festland entfernt im Pazifischen Ozean liegen. Durch die Anden ist Ecuador in drei Landschaftszonen gegliedert: Das westliche Tiefland, die Andenregion und das zum Teil mit Regenwald bewachsene östliche Tiefland. Im Norden herrscht feuchtheißes Tropenklima, der Süden hingegen ist durch den Einfluss des Humboldt-Stromes trocken und dürr.
1532 eroberten die Spanier das nördliche Inka-Reich auf dem Gebiet des heutigen Ecuador. Unter Simón Bolivar und Antonio José de Sucre erkämpfte sich das Land 1821 die Unabhängigkeit. Im 19. Jahrhundert kam es immer wieder zu kürzeren oder längeren Phasen des Bürgerkriegs. Bis heute ist Ecuadors politischer Weg von Instabilität, Staatsstreichen und inneren Krisen geprägt. 2008 trat eine neue Verfassung in Kraft. Sie stärkt die indigene Kultur und sieht eine Reform der Wirtschaft vor.
Gemessen am Pro-Kopf-Einkommen und der Kaufkraft ist Ecuador das zweitärmste Land Südamerikas.
Seit dem Jahr 2000 ist der US-Dollar das offizielle Zahlungsmittel. Fast 60 % der Exporterlöse entfallen auf die Erdölproduktion. Etwa 50 % der Erwerbstätigen sind von der Landwirtschaft abhängig. Der Bodenbesitz ist jedoch sehr ungleich verteilt: Zwei Drittel der Bauern stehen lediglich 7 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche zur Verfügung. Zunehmend wichtig wird auch die Fischereiwirtschaft: Ecuador ist heute der größte Krabbenexporteur der Welt.
