Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation
Fon 0 70 22/92 59-23
becker@childfund.de

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An der Westküste des Kontinents gelegen, ist Gambia der kleinste und am dichtesten besiedelte Festlandstaat Afrikas. Einziges Nachbarland ist der Senegal, der Gambia von drei Seiten umgibt. Der Gambia-Fluss, dem das Land seinen Namen verdankt, mündet bei der Hauptstadt Banjul in einem etwa 19 Kilometer breiten Delta in den Atlantik. Die Regenzeit dauert an der Küste von Juni bis Oktober. Während des übrigen Jahres ist das Klima trocken und zum Teil sehr heiß.
Gambia galt als afrikanisches Musterland, das als erster Staat des Kontinents demokratische Prinzipien umsetzte, alle Auflagen der Weltbank erfüllte und die Menschenrechte achtete. 1994 kam mit einem unblutigen Putsch der Militärführer Yayah Jammeh an die Macht. Mit gerade einmal 29 Jahren war er der jüngste Präsident der Welt. Er konnte die letzten beiden Wahlen mit einer absoluten Mehrheit für sich entscheiden. Trotz der Überwachung durch internationale Beobachter zweifelte die Opposition jedoch die Rechtmäßigkeit der Wahlen an.
Gambia verfügt weder über Bodenschätze noch Rohstoffe, die sich wirtschaftlich nutzen ließen. Etwa zwei Drittel der Erwerbstätigen arbeiten in der Landwirtschaft. Die mit Abstand bedeutendste Kulturpflanze ist die Erdnuss. Sie bringt insgesamt 78 % der Exporterlöse ein. Der Tourismus leistet nach der Landwirtschaft den zweitwichtigsten Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt. Die meisten Touristen sind Badeurlauber, die Gambia wegen seiner Strände besuchen.
