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Antje  Becker

Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation

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Geografie

An der Westküste des Kontinents gelegen, ist Gambia der kleinste und am dichtesten besiedelte Festlandstaat Afrikas. Einziges Nachbarland ist der Senegal, der Gambia von drei Seiten umgibt. Der Gambia-Fluss, dem das Land seinen Namen verdankt, mündet bei der Hauptstadt Banjul in einem etwa 19 Kilometer breiten Delta in den Atlantik. Die Regenzeit dauert an der Küste von Juni bis Oktober. Während des übrigen Jahres ist das Klima trocken und zum Teil sehr heiß.

Geschichte

Gambia galt als afrikanisches Musterland, das als erster Staat des Kontinents demokratische Prinzipien umsetzte, alle Auflagen der Weltbank erfüllte und die Menschenrechte achtete. 1994 kam mit einem unblutigen Putsch der Militärführer Yayah Jammeh an die Macht. Mit gerade einmal 29 Jahren war er der jüngste Präsident der Welt. Er konnte die letzten beiden Wahlen mit einer absoluten Mehrheit für sich entscheiden. Trotz der Überwachung durch internationale Beobachter zweifelte die Opposition jedoch die Rechtmäßigkeit der Wahlen an.

Wirtschaft

Gambia verfügt weder über Bodenschätze noch Rohstoffe, die sich wirtschaftlich nutzen ließen. Etwa zwei Drittel der Erwerbstätigen arbeiten in der Landwirtschaft. Die mit Abstand bedeutendste Kulturpflanze ist die Erdnuss. Sie bringt insgesamt 78 % der Exporterlöse ein. Der Tourismus leistet nach der Landwirtschaft den zweitwichtigsten Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt. Die meisten Touristen sind Badeurlauber, die Gambia wegen seiner Strände besuchen.

Herausforderungen

  • Gesundheit: Im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten besitzt Gambia ein vorbildliches Gesundheitssystem. Erfolgreiche Programme zur Prävention von Aids haben dafür gesorgt, dass die HIV-Infektionsrate rückläufig ist. Auch im Kampf gegen Malaria setzt das Land Maßstäbe. Trotz dieser positiven Entwicklungen stirbt noch immer fast jedes achte Kind vor seinem fünften Geburtstag.
  • Bildung: Der Schulbesuch ist für die ersten sechs Schuljahre kostenlos. Trotzdem werden nur etwa zwei Drittel aller Kinder eingeschult. Entsprechend hoch ist die Zahl der Analphabeten. Vor allem den Mädchen wird das Recht auf eine angemessene Bildung oft vorenthalten. Dafür sind neben der Armut vieler Familien auch kulturelle Gründe ausschlaggebend.
  • Armut: Armut und Mangel gehören zu den alltäglichen Erfahrungen vieler Kinder. Das äußerst dicht besiedelte Gambia zählt zu den am wenigsten entwickelten Staaten der Welt. Etwa 60 % der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze.