Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation
Fon 0 70 22/92 59-23
becker@childfund.de
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Der Inselstaat Haiti gehört zu den Großen Antillen. Er umfasst den westlichen Teil der Insel Hispaniola, deren Ostteil die Dominikanische Republik einnimmt. Zum Staatsgebiet gehören auch die Inseln Île â Vache, die Cayemites, die Île de la Gonâve und Île de la Tortue (Tortuga). Haiti ist das gebirgigste Land im karibischen Raum. Der höchste Berg ist der Morne de la Selle (2.680 m über dem Meeresspiegel). Auf Haiti herrscht feuchtwarmes Tropenklima mit ganzjährig gleichbleibend hohen Temperaturen.
Nach der Entdeckung der Insel Hispaniola durch Christoph Kolumbus im Jahr 1492 wurde die Urbevölkerung fast vollständig ausgerottet. Im späten 17. Jahrhundert lebten auf der Insel hauptsächlich afrikanische Sklaven. Nach einem blutigen Aufstand wurde Haiti 1804 die erste unabhängige Republik von Schwarzen und Mulatten. Seit Jahrzehnten ist die innenpolitische Situation durch Instabilität, Staatsstreiche und Verletzungen der Menschenrechte gekennzeichnet. Am 12.01.2010 wurde das Land durch ein schweres Erdbeben erschüttert, bei dem Hunderttausende Menschen starben.
Haiti gilt als ärmstes Land der westlichen Welt: Das jährliche Pro-Kopf-Einkommen lag 2007 bei ca. 600 US-Dollar. Etwa 80 % der Haitianer leben von weniger als zwei US-Dollarn am Tag. Zwei Drittel der Erwerbstätigen arbeiten in der Landwirtschaft. Haupterzeugnisse sind Kaffee, Mangos, Rohrzucker, Sorghumhirse und Holz. Industrie und Tourismus spielen eine untergeordnete Rolle.
