Patenschaft

Für nur 30 Euro fördern Sie langfristig die Ernährung, Bildung und medizinische Versorgung eines Kindes.

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Antje  Becker

Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation

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becker@childfund.de

Geografie

Honduras ist nach Nicaragua das zweitgrößte Land Mittelamerikas. Es liegt an der breitesten Stelle der mittelamerikanischen Landbrücke, die den Pazifischen Ozean von der Karibik trennt. Zum Staatsgebiet gehören auch verschiedene Inseln. Durch das vorwiegend gebirgige Land verläuft von Ost nach West ein Bergmassiv, das von mehreren Flüssen durchzogen wird. Die höchste Erhebung ist der Cerro de Celauque (2.870 m über dem Meeresspiegel). Das tropische Klima ist in den höheren Lagen im Landesinneren gemäßigt.

Geschichte

1502 betrat Christoph Kolumbus in Norden von Honduras erstmals das amerikanische Festland. 1523 wurde Honduras von Spanien in Besitz genommen und kolonialisiert. 1821 löste sich das Land von der spanischen Kolonialmacht und gründete 1823 mit Guatemala, El Salvador, Nicaragua und Costa Rica die Zentralamerikanische Föderation, die 1838 wieder zerfiel. 1828 wurde Honduras zur souveränen Republik ausgerufen. 1876 leitete Präsident Marco Aurelio Soto liberale Reformen ein und schuf damit die Grundlage für das heutige Parteiensystem. Die jüngere Geschichte ist geprägt von Putschversuchen, militärischen Konflikten und politischer Instabilität.

Wirtschaft

Eine hohe Arbeitslosenrate und eine extrem hohe Auslandsverschuldung kennzeichnen die wirtschaftliche Situation. Mehr als 50 % der Erwerbstätigen arbeiten in der Landwirtschaft. Für den einheimischen Markt werden in Kleinbetrieben Mais, Reis und andere Grundnahrungsmittel produziert. Der Großteil des Agrarlandes wird jedoch von Plantagen bestimmt, die sich zumeist in US-amerikanischem Besitzbefinden. Dieser moderne Sektor der Landwirtschaft ist völlig auf den Weltmarkt ausgerichtet und daher stark von dessen Nachfrageschwankungen abhängig. Bananen machen 43 % des Exports aus, gefolgt von Kaffee.

Herausforderungen

  • Gesundheit: Vor allem auf dem Land ist die medizinische Versorgung unzureichend. Viele Kinderhaben keinen Zugang zu gesunder Ernährung, sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen. Das macht sie anfällig für Krankheiten wie Durchfall, bakteriellen Infektionen oder Malaria. Ein weiteres armutsbedingtes Gesundheitsrisiko ist die Chagas-Krankheit, die durch den Biss der Vinchuca-Wanze übertragen wird.
  • Bildung: Für Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren besteht Schulpflicht, der Unterricht ist kostenlos. Trotzdem schließen nur etwa 50 % aller Mädchen und Jungen die Grundschule erfolgreich ab. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Es fehlt an Geld für Schulbücher, Lehrmittel und qualifizierte Lehrer. Außerdem werden wegen Platzmangel oft mehrere Klassen gemeinsam in einem Raum unterrichtet. Viele Kinder gehen vorzeitig von der Schule ab, weil sie bei der Hausarbeit oder auf dem Feld helfen müssen.
  • Armut und Arbeitslosigkeit: Honduras ist nach Haiti eines der ärmsten Länder Mittelamerikas. Fast 60 % der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Andere Schätzungen gehen von bis zu 80 % aus. Die Arbeitslosigkeit ist ebenfalls hoch, doch liegen kaum verlässliche Statistiken vor. Aus Arbeitslosigkeit, Armut und mangelnden Perspektiven entstehen gefährliche Jugendbanden.