Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation
Fon 0 70 22/92 59-23
becker@childfund.de
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Die Region Kaliningrad hat mehr als 940.000 Einwohner, rund 421.000 davon leben in der gleichnamigen Hauptstadt, dem früheren Königsberg. Kaliningrad ist das kleinste und westlichste Verwaltungsgebiet (Oblast) der Russischen Föderation. Es ist geografisch vollständig vom russischen Kernland abgetrennt und grenzt an Polen und Litauen. Im Westen und Norden bildet die Ostsee eine natürliche Grenze. Mit einer Fläche von 15.125 Quadratkilometern hat Kaliningrad ungefähr die Größe Schleswig-Holsteins.
Bis 1945 war die heutige Oblast Kaliningrad Teil der deutschen Provinz Ostpreußen. Aufgrund ihrer strategischen Lage als westlichster Vorposten der UdSSR wurde sie in den 50er Jahren zum militärischen Sperrgebiet erklärt. Deshalb durfte die Region von Ausländern gar nicht und von russischen Staatsbürgern nur mit Sondergenehmigung betreten werden. Erst im Zuge der Perestroika wurde Kaliningrad 1991 wieder frei zugänglich. Im selben Jahr erklärte Litauen seine Unabhängigkeit und machte damit Kaliningrad zur russischen Exklave.
Die Region Kaliningrad verfügt über die größte Fischereiflotte Russlands und ist ein Produktions- und Montagestandort namhafter Autohersteller. Doch Kaliningrads Wirtschaft leidet unter der Abschottung von Russland durch seine Nachbarstaaten Polen und Litauen – insbesondere aufgrund der strengen Grenz- und Zollbestimmungen der beiden EU-Länder. Große Teile der Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft, die oft auch zur Selbstversorgung betrieben wird.
