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Antje  Becker

Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation

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Geografie

Kambodscha liegt auf der Indochinesischen Halbinsel, am Nordostufer des Golfs von Thailand. Das Landschaftsbild wird durch das Kambodschanische Becken geprägt, einer von Bergen umgebenen Tiefebene. In östlicher Richtung schließen sich die Schwemmlandebene und die ersten Ausläufer des Mekongdeltas an. In der Mitte des Kambodschanischen Beckens befindet sich der Tonle Sap, Südostasiens größter See. Es herrscht Monsunklima mit gleichmäßig hohen Temperaturen.

Geschichte

Vom 19. Jahrhundert bis in die Nachkriegszeit war Kambodscha französisches Protektorat. Durch den Indochinakrieg (1946 - 1954) erlangte das Land die Unabhängigkeit. Ab 1969 wurde Kambodscha in den Vietnamkrieg hineingezogen. Nach einem Bürgerkrieg begann 1975 die Schreckensherrschaft der Roten Khmer, die das Land radikal zu einem Bauernstaat umstrukturierten. 1979 wurde Kambodscha von Vietnam befreit. Seit 1991 ist das Land eine konstitutionelle Monarchie mit demokratischem Mehrparteiensystem.

Wirtschaft

1993 wurde in Kambodscha die Marktwirtschaft eingeführt. Doch noch immer gehört das südostasiatische Königreich zu den ärmsten Ländern der Welt. Etwa 70 % der Erwerbstätigen arbeiten in der Landwirtschaft, 10 % in der Industrie und knapp 20 % im Dienstleistungsbereich. Der wichtigste Wirtschaftszweig ist das Textilgewerbe. Es hat einen Anteil von über 70 % bei den Exporten. Große Bedeutung hat auch der Anbau und Export von Reis. Der Tourismus verzeichnet Wachstumswerte von bis zu 50 %.

Herausforderungen

  • Gesundheit: Aufgrund der Ermordung zahlreicher Ärzte durch die Roten Khmer haben die meisten Menschen noch immer keinen Zugang zu einer angemessenen medizinischen Versorgung – besonders in den ländlichen Regionen. Viele Kinder sind durch Unterernährung geschwächt. Das macht sie anfällig für vermeidbare Krankheiten wie Malaria oder Durchfall. Die Kindersterblichkeit ist sehr hoch.
  • Bildung: In Kambodscha besteht Schulpflicht. Trotzdem gehen viele Kinder nicht zur Schule. Es gibt zu wenig Schulgebäude, ausgebildete Lehrkräfte und Unterrichtsmaterialien. Mädchen haben schlechtere Bildungschancen.
  • Folgen der Diktatur: Während der Diktatur der Roten Khmner kamen etwa zwei Millionen Menschen ums Leben; die Infrastruktur des Landes wurde weitgehend zerstört. Unter den Folgen leidet Kambodschas Bevölkerung bis heute.