Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation
Fon 0 70 22/92 59-23
becker@childfund.de
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Kambodscha liegt auf der Indochinesischen Halbinsel, am Nordostufer des Golfs von Thailand. Das Landschaftsbild wird durch das Kambodschanische Becken geprägt, einer von Bergen umgebenen Tiefebene. In östlicher Richtung schließen sich die Schwemmlandebene und die ersten Ausläufer des Mekongdeltas an. In der Mitte des Kambodschanischen Beckens befindet sich der Tonle Sap, Südostasiens größter See. Es herrscht Monsunklima mit gleichmäßig hohen Temperaturen.
Vom 19. Jahrhundert bis in die Nachkriegszeit war Kambodscha französisches Protektorat. Durch den Indochinakrieg (1946 - 1954) erlangte das Land die Unabhängigkeit. Ab 1969 wurde Kambodscha in den Vietnamkrieg hineingezogen. Nach einem Bürgerkrieg begann 1975 die Schreckensherrschaft der Roten Khmer, die das Land radikal zu einem Bauernstaat umstrukturierten. 1979 wurde Kambodscha von Vietnam befreit. Seit 1991 ist das Land eine konstitutionelle Monarchie mit demokratischem Mehrparteiensystem.
1993 wurde in Kambodscha die Marktwirtschaft eingeführt. Doch noch immer gehört das südostasiatische Königreich zu den ärmsten Ländern der Welt. Etwa 70 % der Erwerbstätigen arbeiten in der Landwirtschaft, 10 % in der Industrie und knapp 20 % im Dienstleistungsbereich. Der wichtigste Wirtschaftszweig ist das Textilgewerbe. Es hat einen Anteil von über 70 % bei den Exporten. Große Bedeutung hat auch der Anbau und Export von Reis. Der Tourismus verzeichnet Wachstumswerte von bis zu 50 %.
