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Antje  Becker

Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation

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Geografie

Die Republik Kap Verde ist eine Inselgruppe im Atlantischen Ozean. Ihr Staatsgebiet umfasst zehn bewohnte und fünf kleinere, unbewohnbare Inseln. Auf der Hauptinsel Sao Tiago leben 48 % der Bevölkerung. Hier liegt auch die Hauptstadt Praia. Der höchste Gipfel der Kapverdischen Inseln, der Pico do Cano (2.829 m), ist vulkanischen Ursprungs. Trotz seiner Lage im Meer gehört Kap Verde zu den regenärmsten Staaten Afrikas.

Geschichte

Die unbewohnten Inseln wurden 1445 von dem portugiesischen Seefahrer Diego Gomes entdeckt und wegen ihrer günstigen Lage rasch kolonisiert. Im 17. Jahrhundert entwickelte sich die Kolonie zu einem wichtigen Umschlagplatz für den Sklavenhandel. 1975 erlangte Kap Verde die Unabhängigkeit. Die von der politischen Führung seit 1988 eingeleitete Demokratisierung ließ die „Bewegung für die Demokratie“ entstehen. Diese gewann 1991 die ersten Mehrparteienwahlen. Seit 2001 regiert die sozialdempkratische PAICV.

Wirtschaft

Aufgrund der kargen Bodenverhältnisse und wiederkehrender Dürreperioden hat sich Kap Verde zu einem typischen Auswandererland entwickelt. Etwa zwei Drittel der kapverdischen Familien erhalten Zuwendungen von Familienangehörigen im Ausland. Diese machen rund 20 % des Bruttoinlandsprodukts aus. Weitere 10% entfallen auf den Tourismus. Die landwirtschaftliche Produktion reicht nicht zur Eigenversorgung. Deshalb müssen 90 % der Lebensmittel importiert werden.

Herausforderungen

  • Gesundheit: Das kapverdische Gesundheitswesen ist durch Ärztemangel, schlechte Ausstattung und geringe Hygienestandards gekennzeichnet. Die extreme Trockenheit schützt die Menschen weitgehend vor Tropenkrankheiten wie Malaria. Dagegen sind Infektionen durch verunreinigtes Wasser sehr häufig. Etwa 80 % der Bevölkerung haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
  • Bildung: Für Sechs- bis Zwölfjährige ist der Schulbesuch kostenlos. Dadurch haben fast alle Kinder die Chance, zumindest eine grundlegende Bildung zu erwerben. Die Qualität des Unterrichts lässt jedoch häufig zu wünschen übrig: Nicht für alle Kinder sind Schulbücher vorhanden, 17 % der Lehrer besitzen keine pädagogische Ausbildung.


Fotos: Henrik A. Jensen