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Antje  Becker

Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation

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Geografie

Litauen ist die größte der drei baltischen Republiken. Seine Landschaft ist geprägt von sanften Hügeln und weitläufigen Niederungen. Im Süden und Südwesten Litauens gibt es über 4.000 Seen. 30 % der Landesfläche sind von Wäldern bedeckt. Moore und versumpfte Wiesen nehmen 7 % der Staatsfläche ein. Litauen verfügt über keine nennenswerten Bodenschätze. Das Klima ist gemäßigt kontinental mit heißen Sommern und frostigen Wintern.

Geschichte

Im Ersten Weltkrieg wurde Litauen von Deutschland besetzt und erklärte unter deutschem Schutz 1918 seine Unabhängigkeit. Diese wurde 1920 von Russland anerkannt. Dem Hitler-Stalin-Pakt von 1939 folgten der Einmarsch sowjetischer Truppen und der erzwungene Beitritt Litauens zur Sowjetunion. Während der Besetzung Litauens durch Deutschland im Zweiten Weltkrieg wurde die jüdische Bevölkerung ermordet und das Land systematisch ausgeplündert. Seit 1991 ist Litauen wieder ein souveräner Staat. Im Zuge der EU-Erweiterung trat Litauen 2004 der Europäischen Union bei.

Wirtschaft

Während der Sowjetzeit wurde in Litauen eine umfangreiche Industrie aufgebaut. Bis Mitte der 90er-Jahre waren etwa 66 % der litauischen Unternehmen privatisiert, diese Tendenz setzt sich weiter fort. Wichtigste Exportartikel Litauens sind Maschinen, Elektroartikel, Textilien und Lebensmittel. Die Landwirtschaft spielt nur eine untergeordnete Rolle und dient hauptsächlich dem Eigenbedarf. Angebaut werden Getreide, Futterpflanzen, Kartoffeln und Zuckerrüben.

Herausforderungen

  • Gesundheit: Wegen schlechter Arbeitsbedingungen und geringer Gehälter wandern viele Ärzte ins Ausland ab. Da Gesundheitsleistungen oft aus eigener Tasche bezahlt werden müssen, können sich ärmere Familien keine angemessene medizinische Versorgung leisten. Für Behandlungen und Operationen müssen Patienten Wartezeiten von bis zu sechs Monaten in Kauf nehmen.
  • Bildung: Im Bildungsbereich gibt es erhebliche regionale Unterschiede: Kinder und Jugendliche auf dem Land haben deutlich schlechtere Chancen auf eine gute Schulbildung als ihre Altersgenossen in den Städten. Es besteht Schulpflicht für Kinder und Jugendliche von 6 bis 16 Jahren. Der Schulbesuch ist kostenlos.
  • Starkes soziales Gefälle: Zwischen Stadt und Land existiert ein großes soziales Gefälle: Vor allem in den ländlichen Gebieten Litauens ist die Arbeitslosigkeit hoch und es fehlt an einer gut funktionierenden Infrastruktur. So verfügen nur etwa 25 % der Familien über fließendes Wasser. Ein großes Problem ist Alkoholismus. Viele Kinder leiden unter Armut und Vernachlässigung.