Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation
Fon 0 70 22/92 59-23
becker@childfund.de

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Geografisch bildet Mexiko den südlichen Ausläufer des nordamerikanischen Kontinents, gehört aber kulturell zu Lateinamerika. Der größte Teil des Landes wird von einem zentralen Hochland (Meseta Central) durchzogen, das von zwei steil abfallenden Hochgebirgsketten umschlossen wird. Mit einer Entfernung von nur 216 km zwischen Atlantik und Pazifik bildet die Landenge von Tehuantepec die schmalste Stelle Mexikos. Die höchste Erhebung Mexikos ist der aktive Vulkan Citlaltépetl (5.700 m über dem Meeresspiegel). Das Klima reicht von subtropisch über alpin bis hin zum Wüstenklima.
1517 erreichte erstmals eine spanische Expedition die Halbinsel Yucatán. Zwischen 1519 und 1521 gelang es Hernán Cortés durch geschickte Bündnispolitik das Aztekenreich zu unterwerfen. 1810 erklärte Mexiko die Unabhängigkeit von Spanien. Dies hatte einen langen Krieg zur Folge, der 1821 zur endgültigen Unabhängigkeit Mexikos führte. Im Krieg gegen die USA (1846-48) verlor Mexiko rund 50 % seines Staatsgebiets, darunter die späteren US-Bundesstaaten Kalifornien, New Mexico, Arizona, Nevada und Colorado. Die erste große Revolution des 20. Jahrhunderts beendete 1910 die über 30 Jahre andauernde Diktatur des Generals Porfirio Díaz (1830-1915).
Mexiko ist die zweitgrößte Volkswirtschaft in Lateinamerika. Das Land verfügt über beträchtliche Erdölreserven. Wichtigster Handelspartner sind die Vereinigten Staaten. Deshalb ist Mexikos Wirtschaft stark von der US-Konjunktur abhängig. Die ökonomische Leistungsfähigkeit des Landes ist ungleich verteilt. In und um Mexiko-Stadt werden fast 40 % des Bruttoninlandsprodukts erwirtschaftet. Dem stehen extrem rückständige ländliche Regionen gegenüber, die von bitterer Armut geprägt sind.
