Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation
Fon 0 70 22/92 59-23
becker@childfund.de

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Die Philippinen sind ein aus 7.107 Inseln bestehender Archipel-Staat. Im Norden werden die Inseln durch die Luzon-Straße von Taiwan und im Süden durch die Sulu- und die Célebes-See von Indonesien getrennt. Im Westen sind sie vom Südchinesischen Meer, im Osten vom Pazifischen Ozean umrahmt. Die meisten Inseln werden von Gebirgsketten durchzogen, die überragt werden von zum Teil noch aktiven Vulkanen. Besonders der Pinatubo (1.486 m über dem Meeresspiegel) hat in den vergangenen Jahren immer wieder für verheerende Verwüstungen gesorgt. Mit einer mittleren Jahrestemperatur von 27°C ist das Klima sehr tropisch.
1565 begann die Kolonisierung des gesamten Archipels durch Spanien. 1899 wurden die Philippinen zu einer Kolonie der Vereinigten Staaten. Erst 1935 erhielt das Land seine Unabhängigkeit, blieb jedoch politisch, wirtschaftlich und militärisch unter dem Einfluss der USA. 1965 übernahm Ferdinand Marcos das Amt des Staatspräsidenten. Er wurde 1986 entmachtet und ging ins Exil. Die neue Präsidentin Corazon Aquino führte das Land in die Demokratie. Ihre Amtszeit war jedoch von Putschversuchen der Militärs, verstärkter Rebellentätigkeit und wirtschaftlicher Stagnation gekennzeichnet. 1992 trat der frühere Verteidigungsminister Fidel Ramons die Nachfolge Aquinos an. Erst ihm gelang es, die wirtschaftliche und politische Situation zu stabilisieren.
Die Philippinen gehören zu den aufstrebenden Staaten Südostasiens. Es herrscht ein starkes soziales Gefälle zwischen einer kleinen reichen Oberschicht und der breiten Bevölkerungsmehrheit. Die Lebensgrundlage der meisten Menschen ist die Landwirtschaft. In diesem Bereich arbeiten über 40 % der Erwerbstätigen. Die Philippinen sind weltgrößter Produzent und Exporteur von Kokosnüssen und -produkten. Weitere wichtige Anbauprodukte sind Reis und Mais. Daneben werden u. a. Zucker, Ananas, Bananen, Tabak und Kaffee angebaut. Auch der Fischfang spielt eine große Rolle.
