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Antje  Becker

Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation

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Geografie

Sambia liegt in der Übergangszone zwischen Zentral-, Ost- und Südafrika. Seinen Namen verdankt es dem Fluss Sambesi. Dieser entspringt im Norden des Landes und mündet an der Grenze zu Simbabwe in die Viktoria-Wasserfälle. Der größte Teil Sambias besteht aus einem Hochplateau (1.000 bis 1.500 m über dem Meeresspiegel).
Durch die Höhenlage wird das tropische, wechselfeuchte Klima gemildert.

Geschichte

Sambia wurde 1890 von Cecil Rhodes für die von ihm gegründete Britisch-Südafrikanische Gesellschaft erworben und erhielt den Namen Nordrhodesien. 1953 schloss es sich mit Südrhodesien und Nyasaland zu einem autonomen Staatenbund zusammen. 1964 erlangte Sambia die Unabhängigkeit von Großbritannien. 1973 wurde Sambia zum Einparteienstaat erklärt. 1990 fanden erstmals demokratische Wahlen statt. Die politische Lage gilt heute als stabil.

Wirtschaft

Trotz vieler wirtschaftlicher Anstrengungen ist Sambia auf Entwicklungshilfe angewiesen und gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Es verfügt über fruchtbare Ackerböden, die aber nur zu 10 % genutzt werden. 80 % der Erwerbstätigen arbeiten in der Landwirtschaft. Diese macht aber nur ein Fünftel der volkswirtschaftlichen Gesamtleistung aus. Haupteinnahmequelle des Landes ist der Abbau von Kupfer und anderen Bodenschätzen. Die Viktoriafälle sowie mehrere Nationalparks machen Sambia zu einem beliebten Reiseziel für Afrika-Touristen.

Herausforderungen

  • Gesundheit: Die Kindersterblichkeit ist sehr hoch. Viele Kinder sind untergewichtig und haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Das macht sie anfällig für vermeidbare Krankheiten wie Malaria, Durchfall oder bakterielle Infektionen. Im Jahr 2006 gab es in Sambia 750.000 Aids-Waisen. Für 2015 wird mit einer Million gerechnet. Dies entspräche 20 % aller Kinder im Land. Weitere Folge der hohen HIV-Rate des Landes: Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt nur noch bei 38 Jahren.
  • Bildung: Der Grundschulbesuch ist zwar für alle Kinder kostenlos, allerdings fehlen Schulgebäude, Unterrichtsmaterialien und qualifizierte Lehrkräfte. Viele Kinder, vor allem Mädchen, brechen die Schule vorzeitig ab, da sie im Haushalt oder auf dem Feld helfen müssen.
  • Infrastruktur: Vor allem auf dem Land müssen die meisten Menschen ohne Elektrizität und Wasseranschluss auskommen. Da es an sanitären Einrichtungen und einer Abwasserentsorgung fehlt, sind die hygienischen Bedingungen vielerorts katastrophal.