Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation
Fon 0 70 22/92 59-23
becker@childfund.de

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Sierra Leone, eines der kleinsten Länder Westafrikas, hat eine rund 400 Kilometer lange Küste am Atlantischen Ozean. Einigen Küstenregionen sind bis zu 112 Kilometer lange Sandbänke vorgelagert. Auf der Freetown-Halbinsel erheben sich die Sierra Lyoa Mountains bis zu einer Höhe von 1.000 Metern, sie bilden die einzige Steilküste Westafrikas. Das Land reicht von einem bis zu 110 Kilometer breiten, teilweise von Mangrove gesäumten Schwemmlandstreifen mit Regenwäldern an der Atlantikküste über Savannen bis hin zu Halbwüste und Wüste im Norden. Das Klima ist tropisch-feucht mit einer Regenzeit von Juni bis Oktober.
Der portugiesische Seefahrer Pedro de Cintra gab dem Land Mitte des 15. Jahrhundert seinen Namen („Löwengebirge“). Im 16. Jahrhundert war Sierra Leone ein Zentrum des Sklavenhandels. Ab 1787 siedelte Großbritannien freigelassene und entflohene Sklaven in der neu gegründeten britischen Kolonie Freetown an. 1961 erlangte das Land seine Unabhängigkeit. Nach Militärputschen 1967 und 1968 wurde 1971 die Republik ausgerufen. Von 1991 bis 2002 herrschte Bürgerkrieg. Bei dem Konflikt ging es vor allem um die Diamantenvorkommen in Sierra Leone. Am 18. Januar 2002 wurde das offizielle Ende des Rebellenkriegs verkündet.
Etwa 70 % der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze und müssen mit weniger als einem US-Dollar am Tag auskommen. Das Land belegt seit Jahren den letzten Platz auf der Liste des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen. Sierra Leone ist reich an Bodenschätzen und Mineralienvorkommen (Bauxit, Rutil, Diamanten, Gold, Eisenerz). Vor allem der Export von Diamanten hat in den letzten Jahren wieder kontinuierlich zugenommen. Weitere wichtige Exportprodukte sind Kaffee, Kakao und Palmöl.
