Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation
Fon 0 70 22/92 59-23
becker@childfund.de
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Den Norden des Landes nimmt das Thailändische Bergland ein. Dieses dehnt sich entlang der Grenze zu Myanmar aus und hat im Gipfel des Doi Inthanon (2.595 m) seine höchste Erhebung. Das Kerngebiet Thailands bildet die Schwemmlandebene des Chao Phraya, des größten Stroms von Thailand, der sich in seinem Unterlauf zu einem über 90 km breiten Delta verzweigt. Nach Osten und Nordosten schließt sich bis zur Grenze nach Laos ein flaches, unfruchtbares Becken, das Khorat- Plateau, an. Dieses nimmt 33 % der Landfläche ein und wird vom Mekongtal begrenzt. Das Klima ist tropisch-monsunal.
Bis 1939 trug das heutige Königreich Thailand den Namen Siam. Es ist der einzige südostasiatische Staat, der nie Kolonie war. Die bis heute regierende Chakri-Dynastie wurde 1782 von Rama I. gegründet. Seit einem Staatsstreich im Jahr 1932 ist Thailand konstitutionelle Monarchie mit parlamentarischer Verfassung. Nach jahrzehntelanger politischer Instabilität begann 1992 der Demokratisierungsprozess. 2006 wurde der damalige Premierminister Thaksin Shinawatra durch einen Militärputsch entmachtet. Seitdem erlebt Thailand immer wieder Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern Thaksins und der königstreuen Elite. Bei der Tsunami-Katastrophe im Dezember 2004 wurden Teile des Landes schwer verwüstet.
Thailand ist der größte Exporteur von Nahrungsmitteln in Asien. Ausgeführt werden Reis, Mais, Tapioka und Kautschuk. Die vor allem durch japanische Investitionen in Gang gesetzte Industrialisierung des Landes machte in den 80er- und 90er-Jahren rasche Fortschritte, wobei Branchen mit hohem handwerklichen Aufwand und niedrigen Löhnen (Textilien, Schuhwaren, Spielzeug) überwiegen. 12 % der Erwerbstätigen sind in diesem Bereich beschäftigt. Neben der verarbeitenden Industrie entwickelt sich der Tourismus mit jährlich rund 6,7 Millionen ausländischen Besuchern zu einer weiteren wichtigen Stütze der Wirtschaft.
