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Antje  Becker

Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation

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Geografie

Die westafrikanische Republik Togo gehört zu den kleinsten und zugleich dichtest besiedelten Staaten Afrikas. Von West nach Ost beträgt die Breite des Landes an der schmalsten Stelle 140 Kilometer, entlang der Küste sogar nur 53 Kilometer. Dort bestimmen tropische Wälder und Lagunen das Landschaftsbild. Im Landesinneren dominieren dagegen die für die Feuchtsavanne typischen einzeln entlang der Flüsse stehenden Bäume und Sträucher. Im Norden geht die Feuchtsavanne in die Trockensavanne über. Das Klima ist tropisch.

Geschichte

Mit der Ankunft der Portugiesen im Jahr 1482 entwickelte sich Togo zu einem zentralen Umschlagplatz für den Sklavenhandel. Im Ersten Weltkrieg wurde Togo zwischen Frankreich und Großbritannien aufgeteilt. 1960 erklärte die UNO den französischen Teil Togos für unabhängig. Drei Jahre später kam es zu einem blutigen Putsch gegen den damaligen Präsidenten Sylvanus Olympio. Sein Nachfolger Nicolas Grunitzky wurde 1967 bei einem erneuten Putsch gestürzt. Vom 1967 bis 2005 regierte Präsident Étienne Gnassingbé Eyadéma das Land. Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen haben unter seiner Herrschaft viele Menschen ins Exil gezwungen. Seit 2005 ist sein Sohn Faure Gnassingbé Staatschef. Wegen Unregelmäßigkeiten bei der Wahl wird er aber bis heute von der EU nicht als Präsident anerkannt.

Wirtschaft

Etwa 80 % der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Für den Export werden Kaffee, Kakao, Baumwolle und Palmölerzeugnisse produziert. Mit rund 30 % der Erlöse zählt Phosphat zu den Hauptexportprodukten des Landes. Mittels verschiedener Entwicklungsprogramme hat die Regierung seit 1983 versucht, die wirtschaftliche Lage des Landes zu verbessern. Dazu zählen die Privatisierung von ehemaligen Staatsunternehmen, die Senkung der Inflationsrate sowie die Verbreiterung des Angebots an Exportgütern. Hinzu kommen Entwicklungsprogramme für die Landwirtschaft. Auch wenn sich die seither durchgeführten Maßnahmen insgesamt positiv auf die Wirtschaft des Landes ausgewirkt haben, zählt Togo immer noch zu den am schwächsten entwickelten Ländern der Welt.

Herausforderungen

  • Gesundheit: Viele Kinder haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und leben unter unzureichenden hygienischen Bedingungen. Das macht sie anfällig für vermeidbare Krankheiten wie Malaria, Durchfall oder bakterielle Infektionen. In einigen Landesteilen ist die medizinische Versorgung unzulänglich: Es fehlt an Ärzten, Krankenhäusern und Medikamenten. Die HIV-Infektionsrate liegt bei 3,3 %. Damit gehört Togo zu den 21 am schwersten betroffenen Ländern weltweit.
  • Bildung: In Togo besteht Schulpflicht bis zur sechsten Klasse. Der Besuch der Grundschule ist kostenlos, doch können viele Eltern die mit dem Schulbesuch verbundenen Kosten für Bücher, Uniformen usw. nicht aufbringen. Wegen der schlechten Lernbedingungen ist die Wiederholungs- und Abbruchrate hoch – vor allem auf dem Land. Es fehlt an gut ausgebildeten Lehrern, Schulmöbeln und Unterrichtsmaterialien.
  • Infrastruktur: Togo verfügt über eine äußerst mangelhafte Infrastruktur. Fehlende Verkehrsverbindungen und Brücken erschweren Transport und Handel. Nur etwa jeder Dritte hat Zugang zu hygienisch einwandfreiem Wasser.