Patenschaftsbericht

„Wir Paten helfen wiklich”, weiß Dana Leonhardt nach ihrem Patenschaftsbesuch in Uganda.

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Antje  Becker

Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation

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ChildFund Deutschland vor Ort: Jugendliche in der Ausbildung zum Ofenbauer

Geografie

Uganda liegt am Äquator in Ostafrika. Seen, der Weiße Nil, Urwälder und Savannen prägen die Landschaft. Den größten Teil des Landes bildet eine Hochebene von etwa 1.000 Metern über dem Meeresspiegel. So herrscht in Uganda trotz der Äquatornähe ein gemäßigtes tropisches Klima, denn die Luft kühlt durch die Höhenlage ab.

Geschichte

1962 wurde Uganda unabhängig von der britischen Vorherrschaft. Doch politische Fehlentscheidungen und innere Machtkämpfe eskalierten 1971 in einem Militärputsch. Die nachfolgenden Diktaturen wurde 1979 durch tansanische Militärverbände beendet. Nach Jahren geprägt von Anarchie und Bürgerkrieg übernahm 1986 Yoweri Museveni die Macht. 1996 fanden die ersten freien Wahlen statt, die Museveni gewann. Seitdem hat sich die politische und wirtschaftliche Lage Ugandas stabilisiert. Nach wie vor kämpft dennoch Im Norden die Lord's Resistance Army (LRA) gegen die Regierung. Seit 2008 ist ein Waffenstillstandsabkommen unterschriftsreif.

Wirtschaft

Uganda verzeichnet seit Jahren ein kontinuierliches Wirtschaftswachstum zwischen 5 und 9 %. Trotzdem gehört Uganda zu den ärmsten Ländern der Welt. Das liegt auch an dem hohen Bevölkerungswachstum von 3,5 Prozent. Die weitaus meisten Einwohner arbeiten in der Landwirtschaft. Gleichwohl erwirtschaften sie damit nur 16 % des Bruttoinlandsprodukts. Die meisten Bauern produzieren nur für den Eigenbedarf. Daneben werden vor allem Kaffee, Tee, Baumwolle und Tabak für den Export angebaut. Die Industrie spielt nur eine untergeordnete Rolle, während der Tourismus ein starkes Wachstum erlebt.

Herausforderungen

  • Gesundheit: Viele vermeidbare Krankheiten lassen sich auf Unterernährung, verseuchtes Trinkwasser und unhygienische Lebensverhältnisse zurückführen. Dazu gehören Malaria, Wurmkrankheiten sowie Durchfall- und Atemwegsinfekte.
  • Bildung: Fast alle Kinder werden eingeschult. Allerdings fehlen Klassenräume, Unterrichtsmaterialien und qualifiziertes Lehrpersonal. Oft muss der Unterricht im Freien abgehalten werden. Zudem erheben die offiziell kostenlosen Grundschulen oftmals dennoch inoffiziell Gebühren. Vorschlulen gibt es nur in den Städten.
  • Lebensumstände: Trotz des Wiederaufbaus nach den Kriegsjahren leben viele Menschen unter unhygienischen Bedingungen in Behelfsunterkünften. Verschmutzte Gewässer und ausgelaugte Böden stellen große Umweltprobleme dar. Viele Wälder werden für Brennholz gerodet.