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Antje  Becker

Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation

Fon 0 70 22/92 59-23
becker@childfund.de

Geografie

Vietnam ist etwa so groß wie Deutschland. Im Norden befindet sich das Delta des Roten Flusses, im Süden liegt das Mekong Delta. In diesen fruchtbaren Gegenden wird vor allem Reis angebaut. Das Klima im Norden unterscheidet sich stark von dem im Süden. Während es im Norden eine kühle Jahreszeit von November bis April gibt, ist es im Süden während des ganzen Jahres tropisch heiß – allerdings mit einer Regenzeit von Mai bis Oktober.

Geschichte

1535 gründeten Portugiesen eine Handelsniederlassung im heutigen Hoi An. Im 19. Jahrhundert wurde Vietnam von Frankreich erobert. Während des Zweiten Weltkriegs besetzte die japanische Armee Vietnam. Im September 1945 rief eine provisorische Regierung unter Präsident Ho Chi Minh die Demokratische Republik Vietnam aus. Als Folge des französischen Indochinakriegs (1946 - 1954) wird Vietnam geteilt. Während des Vietnamkriegs (1964 - 1975) sind 540.000 amerikanische Soldaten im Südteil des Landes stationiert. 1975 nahm die nordvietnamesische Armee Saigon ein und rief die Sozialistische Republik Vietnam aus. Seitdem liegt das Machtmonopol bei der Kommunistischen Partei.

Wirtschaft

Die Wirtschaft Vietnams befindet sich seit Anfang der 90er Jahre in einem Übergang von der Planwirtschaft zu einer sozialistisch orientierten Marktwirtschaft. Diese Politik hat ein bemerkenswertes Wirtschaftswachstum und enorme Exportsteigerungen erzielt. Vietnam ist damit nach China die am zweitschnellsten wachsende Volkswirtschaft in der Region. Allerdings behindern die ausufernde Bürokratie sowie mangelhafte rechtliche Rahmenbedingungen die Entwicklung des Landes erheblich. Obwohl die wirtschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft weiter zurück geht, sind in diesem Bereich immer noch 65 % der Bevölkerung beschäftigt.

Herausforderungen

  • Gesundheit: Trotz großer Fortschritte ist die medizinische Versorgung in den ländlichen Regionen unzureichend. Viele Kinder haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen.
    Das macht sie besonders anfällig für hygienebedingte Krankheiten wie Durchfall, bakterielle Infektionen und Befall mit Parasiten. Rund 33 % der Kinder leiden an Unter- bzw. Mangelernährung.
  • Bildung: Im Zuge von Wirtschaftsreformen wurden die staatlichen Bildungsausgaben gekürzt. Davon sind besonders Kindergärten und Grundschulen auf dem Land betroffen. Es mangelt sowohl an gut ausgebildeten pädagogischen Fachkräften als auch an der materiellen Ausstattung. Nicht alle Kinder haben die Möglichkeit, eine weiterführende Schule zu besuchen.
  • Landminen: Vietnam ist eines der am stärksten durch Landminen belasteten Länder weltweit. Immer wieder werden Kinder bei der Feldarbeit oder beim Spielen verletzt oder getötet. Durch das Entlaubungsmittel Agent Orange, das von den USA während des Vietnamkriegs eingesetzt wurde, wurden viele Kinder mit Behinderungen oder Missbildungen geboren.