Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation
Fon 0 70 22/92 59-23
becker@childfund.de
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Afghanistan ist ein Binnenstaat in Zentralasien. Es ist etwa doppelt so groß wie Deutschland. Drei Viertel des Landes bestehen aus schwer zugänglichen Gebirgsregionen. Der höchste Berg ist der Noshak im Hindukusch (7.485 m über dem Meeresspiegel). Das kontinentale Klima wird geprägt von heißen Sommern und sehr kalten Wintern.
Der Staatsname "Afghanistan" wurde 1801 erstmals erwähnt. 1919 erlangte das Land die Unabhängigkeit von der britischen Krone. Ab 1933 war Afghanistan eine konstitutionelle Monarchie. 1979 marschierten Sowjettruppen ins Land ein und führten einen Stellvertreterkrieg gegen die von den USA unterstützten Mudschaheddin. 1995 begannen die radikal-islamistischen Taliban, Afghanistan zu erobern. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 besetzten die Vereinigten Staaten das Land. Seit 2004 hat Afghanistan mit seinem präsidialen Regierungssystem eine weitgehend demokratische Verfassung.
Afghanistan ist eines der ärmsten Länder der Welt. Dort existiert praktisch keine Industrieproduktion, 80 % der Erwerbstätigen arbeiten in der Landwirtschaft. Besonders der ländliche Raum ist von mangelnder Infrastruktur, schlechten Erwerbsmöglichkeiten und geringem Bildungsstand geprägt. Wegen fehlender wirtschaftlicher Alternativen sind viele Bauern gezwungen, Schlafmohn anzubauen: Afghanistan hat einen Weltmarktanteil am Opium- und Heroinhandel von mehr als 90 %.
