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Antje  Becker

Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation

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Geografie

Das westafrikanische Guinea besteht aus vier Hauptlandschaften: Niederguinea mit der Küstenebene, Mittelguinea mit dem Tafelgebirge des Fouta Djalon, Oberguinea mit seiner Savannenlandschaft und das bewaldete Hochland der Nimba-Berge. Die höchste Erhebung des Landes ist der Mount Nimba (1.752 m über dem Meeresspiegel). In Guinea entspringen der Gambia, der Niger und weitere bedeutende westafrikanische Flüsse. Das Klima ist tropisch.

Geschichte

1892/93 wurde Guinea französische Kolonie. 1958 sagte sich das Land von Frankreich los. Der erste Staatspräsident, Sekou Touré, führte Guinea durch Misswirtschaft und politische Fehler in den Bankrott. Sein Nachfolger, Oberst Landsana Conté, kam durch einen Militärputsch an die Macht. Nach dem Tod Contés 2008 übernahm Hauptmann Moussa Dadis Camara das Präsidentenamt. Ende 2009 wurde Camara bei einem Attentat schwer verletzt und ging ins Exil. 2010 fanden die ersten demokratischen Wahlen seit mehr als 50 Jahren statt.

Wirtschaft

Guinea besitzt die größten Bauxitvorkommen der Welt sowie reiche Vorkommen an Eisenerz, Nickel, Gold und Diamanten. Trotzdem gehört es zu den ärmsten Ländern der Welt. Grund dafür ist die verfehlte Politik des früheren Staatspräsidenten Sekou Touré. Diese ging mit dem Erliegen der Infrastruktur, der Unterdrückung jeder Privatinitiative und der weitgehenden Isolation des Landes einher.

Herausforderungen

  • Gesundheit: Malaria, Durchfall, Tuberkulose, Cholera, Tetanus und Polio sind neben Unterernährung die häufigsten Todesursachen bei Kindern. Besonders auf dem Land ist die medizinische Versorgung unzulänglich. Die Zahl der HIV-Infektionen nimmt zu.
  • Bildung: Rund die Hälfte aller Guineaner sind Analphabeten. Viele Kinder werden von klein auf zur Arbeit herangezogen und können deshalb nicht zur Schule gehen. Ein weiterer Grund für die hohe Rate ist der Mangel an Unterrichtsmaterialien, Schulgebäuden und qualifizierten Lehrkräften.
  • Infrastruktur: In den ländlichen Regionen haben die meisten Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen. Für Wasser, Brennholz oder Lebensmittel müssen Frauen und Kinder oft weite Wege zurücklegen.