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Antje  Becker

Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation

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Geografie

Die ostasiatische Republik Indonesien gehört zu den größten Inselstaaten der Erde. Die Landesfläche verteilt sich auf 13.677 Inseln, von denen 931 bewohnt sind. Das Archipel verbindet den Pazifischen mit dem Indischen Ozean und bildet eine Brücke zwischen dem asiatischen und dem australischen Kontinent. Die indonesischen Inseln sind überwiegend gebirgig und stark vulkanisch geprägt. Von den 200 Vulkanen sind etwa 60 aktiv.
Da Indonesien direkt am Äquator liegt, herrscht auf weiten Teilen der Inseln tropisches, immerfeuchtes Klima.

Geschichte

Seit Beginn des 17. Jahrhunderts war das heutige Indonesien niederländische Kolonie. 1942 besetzte die japanische Armee das Land und beendete damit die fast 350-jährige Kolonialgeschichte. Seit 1949 ist Indonesien ein unabhängiger Staat. 1965 übernahm General Haji Mohammet Suharto (1921-2008) nach einem gescheiterten kommunistischen Putschversuch die Macht. Seine Amtszeit war von zahlreichen Menschenrechtsverletzungen überschattet. Suharto trat 1998 zurück. 1999 wurde Abdurrahman Wahid erster frei gewählter Staatspräsident. 2004 wurde der Präsident erstmals direkt vom Volk gewählt. Seitdem ist Indonesien allgemein als demokratischer Staat anerkannt.

Wirtschaft

Etwa 50 % der Erwerbstätigen arbeiten in der Landwirtschaft. Wichtige Erzeugnisse sind Reis, Kokosnüsse, Kaffee, Kautschuk und Palmöl. Neben einer ausgedehnten Forstwirtschaft, die von Teak- (Java) und Kiefernplantagen (Sumatra und Kalimantan) dominiert wird, verfügt Indonesien über Erdöl- und Erdgasvorkommen. Die Förderung dieser Rohstoffe konzentriert sich neben Kalimantan, Java und Irian Jaya vor allem auf Mittel-Sumatra. Seit den 80er Jahren gewinnt auch der Tourismus an Bedeutung.

Herausforderungen

  • Gesundheit: Viele Kinder haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen. Das macht sie anfällig für Krankheiten wie Malaria, Durchfall, Cholera oder Typhus. Besonders in den abgelegenen Landesteilen des Inselstaats ist die Gesundheitsversorgung unzulänglich. Es fehlt an Ärzten, Krankenstationen und Medikamenten.
  • Bildung: In Indonesien besteht Schulpflicht, der Unterricht an öffentlichen Schulen ist kostenlos. Da aber Lehrmaterialien und Schuluniformen selbst bezahlt werden müssen, können arme Eltern ihre Kinder meist nicht zur Schule schicken. Kinderarbeit ist deshalb weit verbreitet. Generell haben Mädchen schlechtere Bildungschancen als Jungen.
  • Regionale Unterschiede: Fast 18 % der Bevölkerung Indonesiens leben unterhalb der Armutsgrenze – mit starken regionalen Unterschieden: Besonders im Osten des Inselstaats liegt der Anteil an der armen Bevölkerung bei bis zu 44 %. In vielen Großstädten existieren ausgedehnte Slums. Auf der Hauptinsel Java gibt es etwa 1,7 Millionen Straßenkinder.