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Antje  Becker

Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation

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Geografie

Moldawien ist ungefähr so groß wie Baden-Württemberg und liegt zwischen Rumänien und der Ukraine. Im Süden hat das Land einen etwa 600 m breiten Zugang zur Donau. Zu 80 % besteht Moldawien aus fruchtbarem Kulturland, das landwirtschaftlich genutzt wird. Dank des milden Klimas ist der Anbau von Wein und Obst in großem Maßstab möglich. Moldawiens höchste Erhebung ist der Dealul Ba(la(nes,ti (430 m über dem Meeresspiegel).

Geschichte

Im 10. und 11. Jahrhundert gehörte das heutige Moldawien zum Großfürstentum Kiew. Im Russisch- Türkischen Krieg fiel es 1812 an Russland. Nach dem Ersten Weltkrieg vereinigte sich das Land mit Rumänien, wurde aber 1940 von der UdSSR besetzt und zur Sowjetrepublik erklärt. Es kam zu Zwangsenteignungen und Unterdrückung. Erst gegen Ende der 80er-Jahre entwickelte sich eine nationale Bewegung, welche die staatliche Souveränität forderte. 1991 rief die Republik Moldova ihre Unabhängigkeit aus.

Wirtschaft

Moldawien ist eines der ärmsten Länder Europas. Jeder Fünfte lebt von weniger als einem US-Dollar pro Tag. Etwa 25 % der Bevölkerung sind bereits ins Ausland abgewandert. Moldawien ist vorwiegend landwirtschaftlich geprägt und lebt vor allem vom Weinbau und der Lebensmittelproduktion. Wein ist neben Branntwein, Obst und Gemüse der wichtigste Exportartikel. Textilien, Maschinen und Elektrogeräte werden ebenfalls für den Export hergestellt.

Herausforderungen

  • Gesundheit: Besonders kleine Kinder sind großen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt: Unterernährung, fehlende Schutzimpfungen und mangelnde medizinische Versorgung führen zu Tuberkulose oder anderen lebensgefährlichen Krankheiten. Die Kindersterblichkeit während des ersten Lebensjahres ist 200-mal höher als in westlichen Ländern. Arme Menschen haben meist keinen Zugang zur Gesundheitsversorgung.
  • Bildung: Für Kinder ab sieben Jahren besteht Schulpflicht bis zur neunten Klasse. Der Schulbesuch ist zwar kostenlos, doch können ärmere Familien häufig nicht für die entstehenden Zusatzkosten wie Bücher, Kleidung oder Schulbus aufkommen. Wegen der geringen Entlohnung geben viele Lehrer ihren Beruf auf.
  • Lebensumstände: 30 % der moldawischen Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Viele Menschen haben nach der Unabhängigkeitserklärung 1991 ihre Heimat verlassen, um im Ausland Arbeit zu suchen. Oft wurden die Kinder dabei alleine zurückgelassen. Kinderarbeit ist deshalb weit verbreitet, viele Mädchen und Jungen leben auf der Straße.