Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation
Fon 0 70 22/92 59-23
becker@childfund.de
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Ruanda ist der am dichtesten besiedelte Staat Afrikas. Wegen seiner landschaftlichen Besonderheiten wird er häufig als "Land der tausend Hügel" bezeichnet. Ruanda befindet sich durchschnittlich auf einer Höhe von 1.500 m über dem Meeresspiegel und ist von Bergländern mit teilweise aktiven Vulkanen geprägt. Der höchste dieser Vulkane ist der Karisimibi (4.507 m über dem Meeresspiegel). Aufgrund der Höhenlage ist das Klima trotz der Nähe zum Äquator eher mild und feucht.
Bereits vor der Kolonialzeit existierte in Ruanda eine Monarchie, die sich auf die Adelsklasse der Tutsi stützte, während der größte Teil des einfachen Volkes aus den Hutu bestand. Ende des 19. Jahrhunderts wurde Ruanda Teil der Kolonie Deutsch-Ostafrika. 1916 besetzten belgische Truppen das Land. Nach dem Ersten Weltkrieg stand Ruanda unter belgischer Verwaltung. 1962 erlangte das Land die Unabhängigkeit. Das wichtigste Ereignis der jüngeren Geschichte ist der Völkermord der Hutu an den Tutsi im Jahr 1994. Dabei wurden innerhalb von nur 100 Tagen bis zu eine Million Angehörige der Tutsi-Minderheit getötet.
90 % der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Die wichtigsten Exportprodukte sind Kaffee, Mineralien und Tee. Eine hohe Bevölkerungsdichte, verbunden mit Landknappheit und dem Mangel an natürlichen Ressourcen, setzen dem wirtschaftlichen Wachstum enge Grenzen. Der Völkermord hat Ruandas ohnehin schon schwache Wirtschaft weiter geschädigt. Große Teile der Bevölkerung sind verarmt, insbesondere die Frauen.
