Antje Becker
Geschäftsführerin von ChildFund Deutschland, Leiterin Fundraising & Kommunikation
Fon 0 70 22/92 59-23
becker@childfund.de
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Sri Lanka – das bis 1972 noch den Kolonialnamen Ceylon trug – ist eine Insel im Indischen Ozean. Vom benachbarten Indien ist es durch den Golf von Mannar und die nur 36 Kilometer breite Palkstraße getrennt. Sri Lanka gliedert sich in drei Landschaftsformen: Das zentrale Hochland mit den berühmten Teeanbaugebieten, der fruchtbaren Tieflandebene und den Küstenbereich mit Fischerei und Palmenstränden. Der höchste Berg des Landes ist der Pidurutalagala (2.524 m über dem Meeresspiegel). Entsprechend seiner Lage in Äquatornähe herrscht in Sri Lanka tropisches Monsunklima mit einer Luftfeuchtigkeit von 80 - 90 %.
Ab dem 16. Jahrhundert wurde Sri Lanka mehrfach von europäischen Kolonialmächten in Besitz genommen: Die Herrschaft der Portugiesen dauerte von 1505 bis 1656, danach traten die Niederlande an ihre Stelle. 1802 wurde die Insel unter dem Namen Ceylon britische Kronkolonie. 1972 wurde die Republik Sri Lanka ausgerufen. Die seit der Kolonialzeit bestehenden Spannungen zwischen Singhalesen und Tamilen steigerten sich 1983 zu einem Bürgerkrieg, der bis zu 100.000 Menschenleben forderte. 2009 wurde der Bürgerkrieg offiziell für beendet erklärt.
Sri Lanka ist relativ arm an Rohstoffen. Neben Grafit, Kaolin, Kalkstein, Ton und Salz verfügt es lediglich über größere Edel- und Halbedelsteinvorkommen. Die Landwirtschaft stellt in Sri Lanka einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. So ist Sri Lanka der drittgrößte Teeproduzent der Welt sowie der siebtgrößte Produzent von Kokosnüssen und Kautschuk. Außerdem exportiert Sri Lanka Gewürze, vor allem Zimt. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Tsunamis – insbesondere in Fischerei und Tourismus – sind weitgehend überwunden. Durch den Wiederaufbau sind vielerorts modernere Strukturen entstanden.
