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Antje Becker
Vorstand

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08. Juli 2016

Schwere Dürre in Afrika:
Hintergrund und Video

Die Ernten sind längst ver­dorrt und die Bö­den zu ausge­trock­net, als dass man jetzt etwas sähen könn­te. Für die Bau­ern gibt es auf ihren Fel­dern nichts mehr zu tun. Sobald die weni­gen Nahrungs­vor­räte auf­ge­braucht sind, sind sie auf Hilfs­lie­ferun­gen ange­wiesen. Die Hirten verkau­fen ihr ab­ge­mager­tes Vieh zu Schleu­der­preisen, bevor es ver­endet. Mit den Nutz­tieren geht den Fami­lien oft auch die letzte Le­bens­grund­lage verloren. Viele ma­chen sich dann auf den Weg in die näch­ste Stadt, weil sie dort mehr Hoff­nung für ihre Kin­der sehen. Die Res­sour­cen der Hilfs­orga­nisa­tio­nen sind be­grenzt, sie errei­chen längst nicht jedes entlegene Dorf.

El Niño richtet die Landwirtschaft zugrunde

Äthiopien, Somalia, Malawi, Mosam­bik, Sim­bab­we – fast alle Staa­ten im Osten und Süden Afrikas leidet seit über einem Jahr unter einer extre­men Dürre. Die Trocken­heit des Vor­jahres, die schon zu schlech­ten Ern­ten und leeren Lagern geführt hatte, wurde durch El Niño abgelöst – ein wieder­kehren­des Wetter­phäno­men (mehr dazu weiter unten), das dies­mal so heftig wütet wie noch nie. Wäh­rend es im süd­lichen Afrika zuletzt so wenig ge­reg­net hat wie seit 50 Jah­ren nicht mehr, werden Kenia und Ruan­da ebenso wie einige Länder in Asien von Über­schwem­mun­gen heim­gesucht. Die Fol­gen sind drama­tisch. Ein Groß­teil der Men­schen in Afrika lebt von der Land­wirt­schaft – und deren Grund­lagen werden gerade vernichtet.

El Niño 2015-2016: betroffene Länder. Quelle: FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations).

  Weitere Informationen
 

   Luangwa, Sambia: Vom Überleben in der Dürre

   Dürre in Afrika: Für eine Zukunft ohne Hunger

   Dürre in Äthiopien: Unser Ansatz hilft nachhaltig (Video)

   Projekt Äthiopien: Armutsbekämpfung und Umweltschutz

Video: Eine Geschichte aus Sambia

Seit Monaten veröffentlichen die UN und inter­natio­nale Hilfs­orga­nisa­tio­nen alar­mie­rende Zahlen, die nur einen Schluss zulassen: Dort, wo die Dürre am schlimm­sten ist, sind heute viele Millio­nen Men­schen von Hun­ger bedroht und drin­gend auf Hilfe ange­wie­sen. Die Zahl der Unter­ernäh­run­gen bei Müttern und Kin­dern ist in die Höhe geschos­sen – die Fol­gen für deren Ge­sund­heit könnten auf Dauer irre­ver­sibel sein. Es ist nicht leicht, hinter dieser Not den ein­zel­nen Men­schen zu sehen. Die Berich­te unserer ChildFund Kollegen vor Ort lassen erahnen, was die Dürre für die Be­troffe­nen bedeutet. Die Ge­schich­te von Hellen aus Sam­bia, die wir hier wieder­geben, zeigt: Wir müs­sen helfen. Jetzt und mit aller Kraft.

Experten gehen davon aus, dass die Auswirkungen von El Niño durch den Klima­wan­del ver­stärkt werden. Und dieser wird sich in Afrika künftig noch stärker be­merk­bar ma­chen. Dürren und andere Wet­ter­extre­me könnten dann zur Nor­ma­lität werden, was die Exis­tenz von großen Bevöl­kerungs­tei­len gefähr­den würde. Lesen Sie hier, wie man dieser Herausforderung begegnen kann und was ChildFund in seinen Projekten tut.

 
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