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03. Oktober 2018

Tsunami-Katastrophe in Indonesien: Kinder brauchen Hilfe

Am 28. September löst ein Erdbeben der Stärke 7,4 vor der Insel Sulawesi einen Tsunami aus. Bis zu 6 Meter hohe Wellen rasen auf die Küste zu. Für 80 Kilometer brauchen sie nur 15 Minuten.

Nach allem, was bislang bekannt ist, haben die Frühwarnsysteme versagt bzw. waren gar nicht erst funktionsfähig. Beim Katastrophenschutz scheint es zu fatalen Fehlern gekommen zu sein.

Besonders schwer sind die Touristenstadt Palu mit ihren 350.000 Einwohnern und die Region Donggala betroffen, aus der es lange keine Nachrichten gab. Hier werden noch viele Opfer vermutet.

Am 4. Oktober wird die Opferzahl von offizieller Seite mit 1.400 angegeben. Da viele Tote noch un-ter Trümmern begraben und nicht identifiziert sind, wird befürchtet, dies sei nur der Anfang.

Da viele Kliniken beschädigt oder zerstört sind, müssen Verletzte im Freien behandelt werden. Die Menschen übernachten unter freiem Himmel, es mangelt an Nahrung und sauberem Wasser.

Da viele Kliniken beschädigt oder zerstört sind, müssen Verletzte im Freien behandelt werden. Die Menschen übernachten unter freiem Himmel, es mangelt an Nahrung und sauberem Wasser.

UN-Schätzungen zufolge sind über 190.000 Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, darunter 46.000 Kinder. Weit über 60.000 Menschen müssen in Notunterkünften versorgt werden.

Indonesien hat um internationale Hilfe gebeten. Besonders benötigt werden Zelte, Decken, Wasser-filter, Stromgeneratoren, Medikamente, Malarianetze, Hygienesets und Nahrungsmittel.

Kinder sind in mehrfacher Hinsicht betroffen: Ihnen drohen Verletzungen, Traumata, Krankheiten, Unterernährung und Übergriffe; sie brauchen dringend Schutz, Versorgung und Betreuung.

ChildFund leitet Nothilfemaßnahmen ein

Während sich langsam das ganze Ausmaß der Katastrophe erschließt, hat ChildFund bereits erste Hilfsmaßnahmen eingeleitet. Es werden Decken, Zelte, Medikamente und Hygienesets benötigt – vor allem aber müssen wir uns um Kinder kümmern, die Angehörige oder ihr Zuhause verloren haben. Viele verbringen ihre Tage in einer gefährlichen Umgebung, weil Schulen und Kindergärten geschlossen sind. Sie brauchen sichere Rückzugsräume, medizinische Versorgung, aber auch viel Trost und Zuwendung.

Die Tsunami-Katastrophe hat viele Leben zerstört. Bitte setzen Sie sich zusammen mit uns dafür ein, dass sie nun nicht auch noch die Zukunft von tausenden Kindern zerstört.

 
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