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Sambia: Bildungschancen

Schulen erneuern, Lehrer ausbilden, Lernbedingungen verbessern

Bildungsmangel ist weltweit das Armutsrisiko Nummer eins. Wer für gute Schulen sorgt, investiert daher nachhaltig in Wohlstand und eine sichere Zukunft. Für Sambia gilt dies in ganz besonderer Weise: In dem armen Land gehen zwar die meisten Kinder zur Schule – jedoch ohne jemals richtig schreiben, lesen oder rechnen zu lernen. Mit dem Programm Child Friendly School ("kinderfreundliche Schule") verbessert ChildFund Deutschland die Unterrichtsqualität an zehn Grundschulen. Und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Armutsbekämpfung.

ChildFund vor Ort

Dr. Werner Küpper, Leiter Programmkoordination von ChildFund Deutschland

"In der Grundschule ist eine motivierende Lernatmosphäre von entscheidender Bedeutung. Schließlich haben in armen Ländern wie Sambia nur Kinder mit Schulabschluss die Chance auf ein besseres Leben. Dank unserer ‚Child Friendly School‘ könnten es bald 7.000 mehr sein."

Viele Schulabbrecher

In Sambia werden fast alle Kinder eingeschult – im Gegensatz zu vielen anderen Entwicklungsländern. Doch nur wenige lernen jemals richtig lesen, schreiben oder rechnen. Dies bestätigt auch eine Studie, die ChildFund in den Projektregionen Chibombo und Kafue durchgeführt hat: Dort erreichen weniger als 50 % aller Grundschüler ein Bildungsniveau, das ihnen den Wechsel auf eine weiterführende Schule ermöglicht. Viele Kinder beenden vorzeitig die Schule – ohne Abschluss.

Fehlende Rahmenbedingungen

Die Ursachen für den Bildungsnotstand sind vielfältig: "Die Schulklassen sind hoffnungslos überfüllt und die Lehrer haben aufgrund der inakzeptablen Verhältnisse kapituliert", sagt Werner Küpper, Leiter der Programmarbeit bei ChildFund Deutschland. "Viele Schulgebäude sind verwahrlost, da kein Geld da ist. Es mangelt an Büchern, Schulbänken, sanitären Einrichtungen und Zugang zu sauberem Trinkwasser."



Bessere Unterrichtsqualität an 10 Grundschulen.

Motivierendes Lernumfeld

Das Programm Child Friendly School verbessert die Lernbedingungen von 7.000 Mädchen und Jungen nachhaltig. Dadurch entsteht ein Umfeld, in dem Kinder wieder Lust am Lernen haben, Selbstvertrauen entwickeln und Fortschritte machen können. Das Ergebnis: Höhere Bildungsqualität und weniger Schulabbrecher. Um auch Kinder aus extrem armen Familien zu erreichen, sind spezielle Integrationsmaßnahmen geplant. Von diesen profitieren nochmals etwa 1.500 Mädchen und Jungen.

Höhere Motivation für 7.000 Schüler und 60 Lehrer.

Umfangreiche Projektarbeit

Gute Lehrer tragen zu einer kinderfreundlichen Atmosphäre entscheidend bei. Deshalb werden 60 Lehrerinnen und Lehrer intensiv geschult. Im Mittelpunkt stehen die Themen Kinderschutz, gemeinschaftliches Lehren und Lernen und kinderorientierte didaktische Methoden. Psychosoziale Grundlagen und Gesundheitsthemen spielen ebenso eine Rolle. Die Projektarbeit umfasst aber auch materielle Hilfe: Baufällige Schulgebäude werden renoviert, um neue Klassenzimmer erweitert und mit Schulmöbeln ausgestattet. Alle Schulen erhalten sanitäre Anlagen, die heutigen Hygienestandards entsprechen.


Gute Bildungschancen sind der beste Schutz vor Armut. Mit Ihrer Spende tragen Sie dazu bei, die Unterrichtsbedingungen an zehn Grundschulen in Sambia nachhaltig zu verbessern. Dies kommt 7.000 Kindern und ihren Lehrern zugute. Jeder Tag zählt! Wir zählen auf Sie.

Projektinfos im Überblick

  • Ziele: Verbes­se­rung der Bildungschancen durch infra­struk­turelle Maß­nah­men (Klas­sen, Lehrer­woh­nun­gen, Sa­nitär­anla­gen), Leh­rer-Fortbildungen (Unter­richts­quali­tät), neues Lehr- und Lern­mate­rial, Einbin­dung von Schü­lern und Eltern
  • Zielgruppe: 7.000 Kinder und 60 Lehrkräfte an 10 Grundschulen
  • Orte: Distrikte Chibombo und Kafue (Zentral-Sambia)
  • Dauer: 3 Jahre