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Uganda: Für eine Zukunft ohne Gewalt

Im Norden Ugandas haben Jahrzehnte von Bürgerkrieg, Vertreibung und brutalen Verbrechen viel Zerstörung hinterlassen – und traumatisierte Menschen, die um Normalität ringen. In ihren Beziehungen ist die Gewalt, die man selbst erlitten und anderen zugefügt hat, noch immer präsent. Sie hat sich festgesetzt, zersetzt ganze Gemeinschaften von innen heraus, stets bereit, erneut auszubrechen. Gerade Kinder sind ihr ausgeliefert, weil traditionelle Schutzsysteme erodiert und die staatlichen ineffektiv sind. ChildFund macht sich dafür stark, dass sie ohne Gewalt und Missbrauch aufwachsen können.

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Dieses Projekt
wird gefördert von

Hintergrund

Wer Gewalt überwinden will, darf sie nicht totschweigen, er muss verstehen, vergeben und stets wach bleiben. Nur so kann dort Zukunft entstehen. In Uganda ist man davon noch weit entfernt. Das Land hat den Terror von Despoten erlebt, mehrere Bürgerkriege, ethnische Konflikte und die Kämpfe zwischen marodierenden Banden. Im Norden wütete 20 Jahre lang die fanatische Lord’s Resistance Army (LRA), die Zehntausende ermordete, 1,5 Mio. Menschen vertrieb und 60.000 Kinder zu Kämpfern und Sklaven machte. Um ihre Opfer zu brechen, Familien und Gemeinschaften zu zerstören und so Kontrolle auszuüben, setzte sie systematisch auf brutalste Gewalt.

Beatrice

In unserem Dorf sieht man oft Männer und Frauen, die streiten und sich schlagen. Früher machten wir uns über sie lustig, auch dann, wenn es die Eltern von einer Freundin waren. Seit ich Mitglied im Kinderrechtsclub an unserer Schule bin, ist  das anders. Wenn ich Gewalt sehe, bin ich besorgt, weil ich weiß, dass sie auch Kinder trifft, die unschuldig und schutzlos sind. Wir haben gelernt, dass Gewalt falsch ist und versuchen Mitschülern zu helfen, die davon betroffen sind.

Das Grauen wirkt bis heute nach – und es sind die Kinder, die darunter besonders leiden. In Dörfern, deren soziale Struktur durch Krieg und Vertreibung zerstört wurde, leben Peiniger und Gepeinigte, Witwen, Waisen und ehemalige Kindersoldaten nebeneinander. Gewalt gehört zum Alltag – und gerade Kinder sind ihr schutzlos ausgeliefert. Traditionelle moralische Instanzen wie Älteste, religiöse Führer und Lehrer haben an Einfluss verloren, zugleich ist der Staat kaum präsent, seine Vertreter schlecht koordiniert und ineffektiv, Gesetze zum Kinderschutz wenig bekannt. Betroffene wissen nicht, wo sie Hilfe erhalten können, während Täter meist straffrei davonkommen.

Das Engagement von ChildFund

Mit finanzieller Unterstützung des BMZ macht sich ChildFund sich für einen effektiven Kinderschutz stark: mit Aufklärung von Schülern, Lehrern, Eltern und Dorfautoritäten, mit lokalen Kontrollmechanismen und mehr Opferschutz. Wir stärken die traditionellen Schutzsysteme und fördern ihre Vernetzung mit staatlichen Stellen. Unser Projekt umfasst die folgenden vier Schwerpunkte:

So hilft Ihre Spende

Erbe der Gewalt überwinden, Kinder und Dorfgemeinschaften für die Zukunft stärken

Kind, das Opfer von Gewalt geworden ist
24 Euro

sichern die soziale und juristische Ersthilfe für ein Kind, das Opfer von Gewalt geworden ist.

Eltern werden zum Thema Kinderschutz geschult
32 Euro

pro Person kostet eine zweitägige Schulung zum Kinderschutz für Schüler und Eltern.

Verschiedene Akteure des Kinderschutzprojekts treffen und vernetzen sich
93 Euro

pro Pers. kosten Treffen zur Vernetzung von lokalen und staatlichen Kinderschutz-Akteuren.

  • Aufklärung: Schüler, Lehrer, Eltern und traditionelle Führer erfahren, wie Gewalt entsteht, was sie mit Kindern macht und was man dagegen tun kann. Kinder lernen ihre Rechte kennen, zudem wird über Gesetze und die staatlichen Stellen informiert, die bei Problemen zuständig sind.
  • Stärkung: An 10 Schulen entstehen Kinderrechtsclubs, wo Referenten die Schüler über wichtige Aspekte des Kinderschutzes informieren und sie in Trainings dazu anleiten, für Gewalt und ihre Folgen wach zu bleiben. Die Schüler lernen, wie sie sich und andere schützen können.
  • Lobbying: Sammlung, Systematisierung und klare Darstellung der gesetzlichen Bestimmungen zum Kinderschutz. Verteilung der erarbeiteten Broschüren bei den zuständigen Behörden. Einsatz für mehr Problembewusstsein, effektive Kontrolle und Sanktion bei Behörden und Ministerien.
  • Schutz: Die Institutionalisierung des Dialogs zwischen traditionellen Führern und staatlichen Stellen vernetzt beide Kinderschutzsysteme und steigert so deren Effektivität. Beauftragte vor Ort fungieren als Monitoring- und Meldestellen; Übergriffe und Missbrauch werden konsequent geahndet.
Familie in Uganda sitzt vor ihrem Haus und isst

Projektinfos auf einen Blick

Ziele: Sensibilisierung für Ursachen und Folgen von Gewalt, Stärkung des lokalen Kinderschutzes und bessere Vernetzung mit staatlichen Stellen, Etablierung von Kontroll- und Meldemechanismen, effektiver Selbstschutz der Kinder

Zielgruppe: direkt (Opferschutz, Organisation in Kinderrechtsclubs) und indirekt (Aufklärung) bis zu 3.000 Schüler, außerdem Lehrer, Eltern, Dorfautoritäten und Beamte

Ort: Dörfer in den Distrikten Gulu und Dokolo (Projekt entfaltet seine Wirkung von 10 Grundschulen aus), Nord-Uganda

Partner: BMZ, ChildFund Uganda

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