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Ukraine: Verständnis – Dialog – Frieden

Gesellschaftlicher Umbruch, politische Instabilität, Wirtschaftkrise, der Krieg und seine Folgen, dann die vielen Flüchtlinge und ihre Integration – all das geht in der Ukraine mit Konflikten einher, die den demokratischen Prozess gefährden. Sie dringen auch in Schulen ein, wo sie Kinder und Pädagogen treffen, die darauf nicht vorbereitet sind. Um Kinderrechte zu schützen, Strategien zur Vermeidung und Lösung von Konflikten zu etablieren und alle Beteiligten zu stärken, setzt ChildFund auf das Instrument der Mediation. Wir wollen wichtige Werte vermitteln, Wege des friedlichen Miteinanders aufzeigen und damit zum Zusammenhalt der Gesellschaft beitragen.

Auswärtiges Amt

Dieses Projekt
wird gefördert durch

Hintergrund

Die Ukraine ist ein Land mit demokratischer Verfassung – von echter Demokratie aber noch weit entfernt. Die Reformen zur Modernisierung von staatlicher und regionaler Verwaltung, Wirtschaft oder Bildung gestalten sich schwierig, auch weil es Widerstand seitens der alten Eliten gibt. Die Entflechtung von Politik und Geschäftsinteressen und die Bekämpfung der Korruption sind erst am Anfang, in den Medien wird oft manipuliert statt aufgeklärt, die Öffentlichkeit lernt erst, demokratische Prozesse zu begreifen und zu gestalten. Diese Transformation geht mit Konflikten einher – von einigen gezielt angefacht und ausgenutzt – die die Stabilisierung und den Neubeginn im Land behindern.

Der Krieg im Osten schafft neue Konflikte und spitzt vorhandene zu, weil er Gewalt zu einem probaten Mittel gemacht hat. Hinzu kommen die wirtschaftliche Misere und die schwierige Integration der vielen Binnenflüchtlinge, die eben nicht nur auf Hilfsbereitschaft, sondern auch auf Ausgrenzung und Misstrauen stoßen. Ihre prekäre Lage hat zu einer Häufung von sozialen Problemen geführt. Die Konflikte, die entlang dieser und anderer Linien entstehen, greifen auch in die Menschen und Bürgerrechte hinein, was Prävention und Schutz so dringlich macht. Gerade im Hinblick auf die Kinder, die von Konflikten als Opfer wie auch als Täter betroffen sind und lernen müssen, damit umzugehen.

Das Engagement von ChildFund

ChildFund konzentriert seine Arbeit auf Schüler und auf Menschen, die mit Jugendlichen arbeiten. So können wir dort einen Bewusstseinswandel anstoßen, wo heute die Gestalter von morgen ihre soziale Prägung erhalten und wo ihr Wertesystem entsteht. In ihrem Umfeld haben sie es heute verstärkt mit Vorurteilen, Mobbing und Gewalt zu tun, sie reagieren auf die Ängste und Unsicherheiten der Eltern und sie wachsen in einer Gesellschaft auf, die sich in einem ständigen Ausnahmezustand befindet. Sie müssen Strategien entwickeln, Konflikten vorzubeugen und sie gewaltfrei zu lösen – angeleitet von Lehrern, die sich des Problems bewusst sind und andere dafür sensibilisieren können.

Die Schwerpunkte unseres Projekts:

  • Aufklärung zu Kinderrechten und zu Denkweisen und Handlungen, die zur Verletzung dieser Rechte führen können (Vorurteile, Diskriminierung, Mobbing, Ausgrenzung, Gewalt).
  • Werbung für Werte wie Toleranz, Verständnis, Solidarität und Gewaltlosigkeit, für die Achtung der Würde und der Menschenrechte von Mitschülern sowie für das Instrument der Mediation.
  • Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Kindern gegenüber Praktiken, die ihre Rechte verletzen, und ihrer Sozialkompetenzen, vor allem der Kompetenz, mit Konflikten umzugehen.
  • Stärkung der Mediation an Schulen und Fortbildung von Pädagogen in Mediationstechniken. Etablierung von Dialog- und Konfliktlösungsformaten, Förderung der Partizipation der Schüler.
  • Ausbildung und weitere Unterstützung von Multiplikatoren für Antidiskriminierung und Mediation an Schulen (30 Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren und 30 Pädagogen).
  • Förderung der Zusammenarbeit bei der Konfliktprävention an Schulen zwischen Pädagogen, NGO-Akteuren und staatlichen Bildungs- und Sozialeinrichtungen. Impulse für neue Projekte.

Projektinfos auf einen Blick

Ziele: Toleranz und Verständigung an Schulen fördern, Kinderrechte schützen, Mediation als Instrument der Konfliktarbeit etablieren, Schüler und Lehrer als Akteure stärken, Fortbildung und Vernetzung von Mediations-Multiplikatoren, internationaler Austausch

Zielgruppe: 270 Schüler und 270 Pädagogen, 300 Vertreter von NGOs sowie von staatlichen Jugend- und Bildungseinrichtungen

Orte: je drei Schulen in den Oblasten Odessa, Cherson und Mykolajiw

Dauer: 06/2018 bis 06/2019

Partner: Auswärtiges Amt, ukrainische Stiftung "Regional Development Office"

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