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Ukraine: Hilfe für Binnenflüchtlinge

Bei uns fast vergessen, geht der Krieg in der Ukraine unvermindert weiter. Täglich sterben Menschen, täglich fallen Granaten auf Dörfer, in denen das Leben zwischen materieller Not und Todesangst erstarrt ist. Von den 1,6 Mio. Binnenflüchtlingen schaffen es längst nicht alle, neu anzufangen: Armut, Isolation, Unsicherheit sowie das Trauma von Gewalt und Verlust bringen Familien auseinander und setzen gerade den Kindern zu. Mit humanitärer Hilfe, psychosozialen Angeboten für Kinder und ihre Eltern, ökonomischer Aktivierung der Flüchtlinge und mit der Förderung von integrativen Ideen und Projekten trägt ChildFund dazu bei, Wege aus der Krise zu eröffnen.

Hintergrund

Die Ukraine ist wirtschaftlich angeschlagen, die politische Lage im Kampf zwischen Reformern und alten Eliten angespannt. Weil viele Menschen seit 2014 noch ärmer geworden sind und der europäische Traum fern scheint, droht die Aufbruchsstimmung in Frust umzuschlagen. Soziale Konflikte haben zugenommen, auch Flüchtlinge erfahren längst nicht nur Solidarität. Viele von ihnen leben bis heute in prekären Verhältnissen, haben keine Arbeit und sind nicht integriert. Der Staat allein kann ihnen nicht helfen, schon weil der Krieg viele Ressourcen bindet, die woanders fehlen. Unter der Situation leiden gerade Kinder, die nach erlebter Gewalt und Flucht oft traumatisiert sind und dringend Hilfe benötigen.

Natalia (19 J.) engagiert sich als Freiwillige an unserem Hilfszentrum in Sjewerodonetsk.

Diese Kinder haben ihren Glauben an das Gute verloren, sie brauchen viel Zuspruch, um sich wieder zu öffnen. In unserer Fotografie-Gruppe lernen sie, die Welt mit anderen Augen zu sehen und künstlerisch zu spiegeln – das hilft, Dinge zu verarbeiten, aber auch, Schönes neu zu entdecken. Wir geben ihnen das Gefühl, etwas Besonderes zu sein, eine Persönlichkeit mit Stärken und Talenten.

Allein in der Ostukraine brauchen derzeit (2017) 3,4 Mio. Menschen humanitäre Hilfe, die meisten im Separatistengebiet, in dem der Staat nicht mehr präsent ist. Das heißt: geschlossene Fabriken, keine Renten, knappe Lebensmittel und Medikamente, ständige Ausfälle bei Strom und Wasser. Auch in der Grauen Zone nahe der Front harren noch viele derer aus, die nicht fliehen konnten oder wollten. Hier kommt noch ständiger Beschuss hinzu, in den Dörfern sieht man Raketensplitter und verstörte Bewohner, die um Ruinen schleichen. Jede Woche wird hier ein Kind verletzt oder getötet, meist durch Blindgänger oder Landminen. 400 Kinder starben bereits in diesem Krieg, der offiziell gar keiner ist.

Das Engagement von ChildFund

Die Kinder der Flüchtlinge haben ausgebrannte Häuser gesehen, Nächte in Schutzkellern, Soldaten und verzweifelte Menschen, die alles aufgeben mussten. Einige fangen an zu stottern oder können nicht einschlafen, andere werden trotzig und aggressiv, wieder andere kapseln sich völlig ein. In Hilfszentren, die ChildFund in vier Städten aufgebaut hat, werden sie liebevoll von Pädagogen, Psychologen und Freiwilligen betreut, können spielen, malen und basteln und das Erlebte verarbeiten. Mit jedem Tag werden sie ruhiger, finden ihre Sprache wieder und suchen den Kontakt zu anderen. Ein Stück Normalität, Zuspruch und schöne Erlebnisse – alles Pflaster gegen das Trauma, das sie kaputtzumachen drohte.

Ältere Kinder leiden vor allem daran, ihres sozialen Umfelds beraubt und in ihrer noch fragilen Persönlichkeit erschüttert worden zu sein. Bei uns finden sie wieder Anschluss, Bestätigung und Orientierung. Es werden Englisch-, Theater- und Fotokurse angeboten, auch Ausflüge oder längere Begegnungsreisen in andere Städte – das alles hilft, sich zu erholen und Freunde zu finden. Die Jugendlichen lassen die Krise hinter sich und finden dann auch die Kraft, um die Entfremdung zu überwinden, die sich oft in Flüchtlingsfamilien einschleicht. Indes können sich die Eltern an unseren Zentren mit anderen austauschen und lernen, ihr Kind besser zu verstehen, zu fördern und eine gute Beziehung aufzubauen.

So können Sie helfen

Krieg und Flucht in der Ukraine: praktische Unterstützung und Rehabilitation für Kinder.

Spendenbeispiel Binnenflüchtlinge Ukraine
30 Euro

kostet es, ein Flüchtlingskind für ein Jahr mit allgemeinen Arzneimitteln auszustatten.

Spendenbeispiel Binnenflüchtlinge Ukraine
86 Euro

helfen unseren mobilen Reha-Teams, sich um Kinder in Frontgebieten zu kümmern.

Spendenbeispiel Binnenflüchtlinge Ukraine
162 Euro

helfen, Reha-Maßnahmen für kriegsbetroffene Kinder (z.B. Austauschreisen) zu realisieren.

Projektinfos auf einen Blick

Ziele: psychosoziale und humanitäre Unterstützung, Beratungs- und praktische Hilfsangebote (Woh­nung, Ar­beit, Behör­den), Rehabilitation und Integration

Zielgruppe: Kinder mit Flucht- und Gewalterfahrungen, Binnenflüchtlinge und Familien mit besonderem Förderbedarf, Kinder und Familien in frontnahen Gebieten

Orte: Regionen Odessa, Charkiw, Luhansk und Donezk

Partner: East Europe Foundation, Yellow-Blue Wings (NGO)

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Aktuelle Projektländer

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