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Ukraine: Resilienz und Friedenssicherung

Erfahrungen von Krieg und Gewalt, Flucht, Verlust und Unsicherheit bestimmen heute den Alltag in der Ukraine und machen auch vor den Schulen nicht halt. Das verstärkt vorhandene Konflikte, produziert neue und stellt alle Beteiligten auf die Probe. ChildFund stärkt die Resilienz von Kindern und Jugendlichen und befähigt sie, Konflikte gewaltfrei und produktiv zu lösen. LehrerInnen lernen, die Situation der Kinder besser zu verstehen und sie zu unterstützen. Ziel ist es, Friedensschulen zu schaffen, die in die Gesellschaft hineinwirken und deren Zusammenhalt stärken. Zivilgesellschaft, Sozialdienste und lokale Behörden werden in das Projekt eingebunden.

Auswärtiges Amtifa

Dieses Projekt
wird gefördert durch

Hintergrund

Der Krieg im Osten der Ukraine dauert seit 2014 an. Nachrichten von aufflammenden Gefechten, zerstörten Dörfern und verwundeten oder getöteten Soldaten und Zivilisten gehören seit Jahren zum Alltag des Landes. Bilder des Geschehens beherrschen die Medien, begleitet von einer zunehmend martialischen Rhetorik. Zugleich wird die unmittelbare Erfahrung der Gewalt durch die vielen Binnenflüchtlinge und Veteranen transportiert. All das verändert die Gesellschaft, militarisiert ihren Diskurs, verschärft die inneren Konflikte und lässt Gewalt als probates Mittel für Konflikte erscheinen. Und Kinder und Jugendliche sind davon in besonderer Weise betroffen.

Kritisch ist die Situation vor allem in den frontnahen Gebieten Donezk und Luhansk, die von den Auswirkungen des Krieges direkt betroffen sind und zudem die höchste Zahl an Binnenflüchtlingen aufweisen. Wie in jedem Konflikt sind es Kinder und Jugendliche, die den Erfahrungen von Gewalt, Flucht und Existenzangst am wenigsten entgegenzusetzen wissen und daher besonders darunter leiden. Emotionaler Stress, traumatische Erfahrungen und die erhöhte Gewaltbereitschaft brechen auch an den Schulen hervor. Kinder, die Hilfe brauchen, treffen dort auf eine autoritäre Pädagogik sowjetischen Stils, die auf Konflikte mit Strafen reagiert und diese so weiter verschärft.

Das Engagement von ChildFund

Kinder und Jugendliche, die mit solchen Erfahrungen aufwachsen, ohne je zu lernen, diese zu verarbeiten und einzuordnen, sind psychisch und sozial stark gefährdet. Langfristig könnte die Entwicklung die Friedensfähigkeit der jungen Generation untergraben – und damit die gesamte ukrainische Gesellschaft. Um das zu verhindern, stärkt ChildFund die Resilienz der Kinder und befähigt sie, Konflikte gewaltfrei zu lösen. Zugleich werden LehrerInnen zu Kinderrechten, Konfliktprävention und Mediation weitergebildet und lernen, auf Kinder einzugehen. Die im Projekt geförderten Schulen werden zu „Friedensschulen“ mit besonderer Integrations- und Strahlkraft.

Aktivitäten im Projekt (Auswahl):

Friedensworkshops: Acht eintägige Friedensworkshops (2 in jeder Region) rund um die Themen soziale Kohäsion (Integration und Inklusion, gewaltfreie Kommunikation, Kinderrechte) sowie Konflikttransformation & Mediation. Friedensbildung und Stärkung der Resilienz für ca. 250 Kinder und Jugendliche.

Friedensschulen: Eine Schule pro Gebiet wird zu einem über das Projektende wirkenden „Friedens-Hub“ entwickelt (Workshops für LehrerInnen & SchülerInnen) – einem gewaltfreien und kinderfreundlichen Raum, an dem Kinder und Jugendliche gestärkt werden und lernen, mit Konflikten umzugehen.

Austauschreisen: Vier 6-tägige Austauschreisen zwischen den Zielregionen für Jugendliche aus den teilnehmenden Schulen. Teilnehmer werden von den „Friedensschulen“ auf Basis eines Kreativwettbewerbs zum Thema Friedensbildung bestimmt. Austausch baut Vorurteile ab und fördert Verständnis.

Projektinfos auf einen Blick

Ziele: Förderung der Resilienz von Kindern und Jugendlichen, Strategien der Konfliktprävention und Friedenssicherung an Schulen

Zielgruppe: Kinder und Jugendliche an Mittelschulen (darunter Kinder von Binnenflüchtlingen und Kinder aus besetzten Gebieten), LehrerInnen und Schulleitungen an den Projektschulen, zivilgesellschaftliche Akteure aus dem Bereich der Jugendbildung und Friedensförderung, SozialarbeiterInnen und VertreterInnen lokaler Behörden aus den Zielregionen

Orte: Regionen Donezk, Luhansk, Cherson, Iwano-Frankiwsk

Dauer: 03/2020–12/2020

Partner: NGO „Poruch“ (Kiew), Bürgerstiftung „Zakhyst“ (Cherson), ifa – Institut für Auslandsbeziehungen e. V. (Förderprogramm zivik)

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