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Ukraine: Sozialunternehmen gestalten Zukunft

Das Sozialunternehmertum wird in der Ukraine zunehmend als Instrument zur Bewältigung von gesellschaftlichen, ökologischen und anderen Herausforderungen entdeckt. Mit einem neuen Projekt hilft ChildFund jungen Sozialunternehmern, Anlaufschwierigkeiten zu überwinden und ihre Ideen zu realisieren. Anschließend werden sie ihre Erfahrungen und Kompetenzen an 15 Schulen in ländlichen und kriegsnahen Gebieten weitergeben und so junge Menschen befähigen, ihr Umfeld aktiv mitzugestalten. Eine internationale Konferenz zur Vernetzung und zum Austausch von Stakeholdern des Sozialunternehmertums bildet den Abschluss des Projekts.

Auswärtiges Amt

Dieses Projekt
wird gefördert durch

Hintergrund

Das Sozialunternehmertum wird in der Ukraine seit einigen Jahren als innovatives Konzept eingeführt – seine Bekanntheit jedoch ist nach wie vor sehr gering. Das gilt gerade für ländliche Regionen und kleinere Städte. Dabei könnten soziale Unternehmen auch hier einen wichtigen Beitrag zu Erneuerung und Nachhaltigkeit leisten, vor allem in Bereichen wie Landwirtschaft, Umweltschutz und Bildung. Um das Sozialunternehmertum zu stärken, ist es zum einen notwendig, dass sich jene Impulsgeber und Projektträger, die es derzeit vorantreiben, vernetzen, gemeinsame Informations- und Förderangebote schaffen und sich noch mehr in der Ausbildung von Multiplikatoren engagieren.

Zum anderen ist es wichtig, möglichst viele erfolgreiche sozialunternehmerische Modellprojekte zu realisieren und öffentlich sichtbar zu machen. Dafür müssen stabile nationale Förderangebote geschaffen werden, die die große Abhängigkeit von ausländischer Finanzierung nach und nach ablösen können. Denn noch scheitert die Umsetzung von Projektideen, die im Rahmen von kurzfristigen Förderprogrammen erarbeitet wurden, oft daran, dass die Unternehmer nach deren Ende keine Finanzierung und fachliche Begleitung finden. Viele legen ihre Pläne daraufhin still, um in anderen Bereichen ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Ihr Knowhow und ihr Potential bleiben damit ungenutzt.

Das Engagement von ChildFund

Um nachhaltige Strukturen zu schaffen, die das Sozialunternehmertum in der Ukraine voranbringen, um dabei zugleich die innovativen Kräfte des Landes zu stärken und international zu vernetzen und um zur Lösung der vielen Herausforderungen beizutragen, vor denen es steht, wird ChildFund im Rahmen eines einjährigen, vom Auswärtigen Amt geförderten Projekts folgende Aktivitäten umsetzen:

Accelerator-Programm. Am Center for Entreprenieurship der Ukrainischen Katholischen Universität (Lwiw) wird eine Plattform für Sozialunternehmertum ins Leben gerufen. Diese entwickelt und implementiert ein Förderprogramm, wodurch 20 Bewerber (Uniabsolventen, Mitarbeiter von NGOs und Unternehmer) über Schulung und Mentoring dazu befähigt werden, eine bereits existierende Idee für ein Sozialunternehmen zu realisieren. Ziel ist die Gründung von 3-4 solcher Unternehmen, die ihre Erfahrungen und Kompetenzen weitergeben (zunächst an Schüler, s.u.).

Finanzielle Unterstützung. Mit der Errichtung eines Fonds zur Unterstützung des Sozialunternehmertums wird die finanzielle Grundlage dafür geschaffen, dass vielversprechende Projektideen auch umgesetzt werden können – und dass junge Unternehmer nicht an Anfangsschwierigkeiten scheitern. Der Fonds erarbeitet eine Förderstrategie und versucht, fortlaufend zusätzliche Mittel zu akquirieren (Kontakt zur Wirtschaft). Erste Aufgabe ist die Förderung der Teilnehmer des Accelerator-Programms bei der Gründung von 3-4 beispielhaften Sozialunternehmen.

Trainings an Schulen. Entwicklung von Lehr-, Lern- und Spielmaterialien zur Durchführung von sozialunternehmerischen Trainings an Schulen. Die Teilnehmer des Accelerator-Programms sind in die Entwicklung der Materialien und auch eines darauf basierenden Trainingskonzepts einbezogen und werden zu Trainern fortgebildet. Anschließend führen sie an 15 Schulen in den Regionen Lwiw, Luhansk und Donezk je 2-tägige Trainings durch, die das Modell des Sozialunternehmertums und dessen Anwendungsmöglichkeiten vorstellen und so multiplizieren sollen.

Internationale Konferenz. Eine Konferenz für 150-200 Teilnehmer aus den Ländern der Östlichen Partnerschaft (u.a. Georgien, Armenien, Moldau) und aus Deutschland stellt die Ergebnisse und Erfahrungen des Projekts vor. Sie bietet Raum für Vernetzung und den weiteren Austausch über sozialunternehmerische Ansätze zur Lösung unterschiedlichster Herausforderungen sowie über die institutionelle Stärkung des Sozialunternehmertums und seine weitere Verankerung in den jeweiligen Gesellschaften.

Projektinfos auf einen Blick

Ziele: Förderung des Sozialunternehmertums als Lösungsmodell für gesellschaftliche Herausforderungen, Schaffung von nachhaltigen Strukturen, die jungen Unternehmern Chancen bieten, Multiplikation des Modells an Schulen

Zielgruppe: Absolventen von Universitäten, Mitarbeiter von NGOs, Akteure aus der Wirtschaft, 300 SchülerInnen, Stakeholder aus den Ländern der Östlichen Partnerschaft

Orte: Regionen Lwiw, Donezk, Luhansk

Dauer: 06/2019 bis 5/2020

Partner: School of Mindful Entrepreneurship, Ukrainische Katholische Universität

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