Unser Engagement in
Asien
Hintergrund
Asien ist der weltweit größte Kontinent, auf dem rund 4,3 Milliarden Menschen und damit fast zwei Drittel der gesamten Weltbevölkerung leben. Allein rund 3 Milliarden von ihnen sind in Indien und China beheimatet, wobei Indien seit April 2023 das bevölkerungsreichste Land der Welt ist. Die einzelnen Länder des Kontinents unterscheiden sich kulturell, aber auch klimatisch und landschaftlich, stark voneinander.
Die Wirtschaft in Teilen Asiens boomt, doch gleichzeitig wächst auch die Armut. Während in einigen Ländern ein dynamischer gesellschaftlicher sowie wirtschaftlicher Fortschritt herrscht, liegen in Asien gleichzeitig ebenfalls mit die meisten Entwicklungsländer. Rund die Hälfte der kontinentalen Gesamtbevölkerung lebt in extremer Armut und muss mit weniger als 1,90 US Dollar am Tag auskommen. Besonders betroffen ist Südasien.
Die meisten Länder Asiens sind zudem von einer immensen sozialen Ungleichheit geprägt, die sich stetig vergrößert. Diese ist besonders in Indien präsent, wo extremem Reichtum Millionen unterernährte Menschen ohne Zugang zu grundlegenden Versorgungsmöglichkeiten gegenüberstehen. Gleichzeitig sind besonders Frauen und Mädchen von starker Unterdrückung und Gewalt betroffen.
In einigen asiatischen Ländern haben kriegerische Auseinandersetzungen, die Corona-Pandemie sowie die zunehmenden Folgen des Klimawandels zudem die bestehenden Bemühungen im Kampf gegen Hunger und Armut zunichte gemacht. So unter anderem in Sri Lanka, wo sich die Quote der in Armut lebenden Menschen allein im Jahr 2022 verdoppelt hat.
Mit dem vom Klimawandel und dem weltweiten Bedarf nach Rohstoffen getriebenen Kampf um Einfluss und Ressourcen verschärft sich die Spaltung von Gesellschaften, was vor allen Dingen mit einer weiteren Verschlechterung der Lebensbedingungen der bereits in Armut lebenden Menschen einhergeht.
Mit unserer Arbeit in asiatischen Ländern konzentrieren wir uns auf in Armut lebende Kinder und Familien, die unsere Hilfe dringend benötigen. Daher setzen wir uns in unseren Projekten in den jeweiligen Regionen jeden Tag dafür ein, die Lebenssituation von Kindern und ihren Familien nachhaltig zu verbessern und ihnen neue Zukunftsperspektiven zu schenken.
Unsere Projekte in Asien
Unsere Patenschaften in Asien
Indien
Unsere Patenschaftsprojekte in Indien sind schwerpunktmäßig in den Regionen Uttar Pradesh, Odisha, Karnataka und Andhra Pradesh, im Norden, Osten und Südwesten des Landes angesiedelt. Die Umsetzung des Engagements und der konkreten Projektaktivitäten werden von unseren lokalen Partnerorganisationen durchgeführt, die mit uns bereits seit vielen Jahren erfolgreich und nachhaltig Hilfe zur Selbsthilfe leisten. So begleiten wir die Patenkinder, deren Familien und die Gemeinschaften, in denen sie leben, auf ihrem Weg in eine bessere Zukunft.
Abgeschlossene Projekte in Asien
Afghanistan: Nothilfe für Erdbebenopfer
In der Nacht des 31. August hat ein Erdbeben der Stärke 6+ und darauffolgende Nachbeben den Osten Afghanistans erschüttert. Tausende Menschenleben wurden gefordert, Häuser und Infrastruktur zerstört. Die betroffenen Familien benötigen schnellstmöglich Lebensmittel und grundlegende Hilfsgüter wie Decken und Kleidung. Auch Notunterkünfte für alle, die ihre Häuser verloren haben, werden benötigt. In Zusammenarbeit mit unserer italienischen Partnerorganisation WeWorld und lokalen afghanischen Partnern vor Ort haben wir die Betroffenen durch Nothilfemaßnahmen in den Distrikten Nurgul, Chowkai und Dara-e-Noor durch die Verteilung von Fertiggerichten, das Leisten von lebensrettenden Notfallmaßnahmen und die Schaffung der Grundlagen für eine mittelfristige humanitäre Hilfe unterstützt.
Gaza: Nothilfe
Bilder von zerstörten Städten, tausenden wartenden Menschen an Versorgungsständen und trauernden Familien in Gaza sind zwei Jahre lang um die Welt gegangen. Gemeinsam mit unserem ChildFund Alliance Partner WeWorld, der seit vielen Jahren mit eigenen Standorten und Mitarbeitenden in Gaza tätig ist, haben wir vor Ort wichtige Nothilfe zur Sicherstellung der Ernährungs- und Wasserversorgung, zur Bereitstellung von Notunterkünften, zur Versorgung mit alltäglichen Gütern wie Decken, Windeln oder Kleidung sowie zur Gewährleistung von Hygiene- und Sanitärleistungen geleistet. Außerdem haben wir temporäre Lernräume eingerichtet, um den Kindern die Möglichkeit auf jahrelang verpasste Bildung zu geben. Neben Unterricht in Lesen, Schreiben und Rechnen wurde auch gezielt Förderunterricht angeboten und eine inklusive, schützende und kinderfreundliche Umgebung geschaffen. Dazu gehörte auch die psychosoziale Unterstützung der Kinder, um ihre mentale Gesundheit in der Krisensituation zu stärken und ihnen zu helfen, das erlebte Grauen besser zu verarbeiten.
Kambodscha: Verbesserte Berufschancen für Jugendliche
Der Zugang zu Bildung bleibt in Kambodscha vielen Kindern und Jugendlichen verwehrt – vor allem in ländlichen Regionen. Das schnelle Bevölkerungswachstum und die damit einhergehende junge Bevölkerungsstruktur stellt das Land vor Herausforderungen. Fehlende Bildungs- und Berufsmöglichkeiten führen dazu, dass viele junge Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen arbeiten. In unserem Projekt haben wir uns daher mit Nachdruck für verbesserte Schulstrukturen und Bildungschancen sowie den Ausbau von Arbeitsplätzen in Kambodscha eingesetzt. Zu unserem Engagement gehörten der Zugang zu hochwertiger Bildung, Fort- und Weiterbildungen für Lehrkräfte, Nachholunterricht und Aufholklassen sowie die Beratung Jugendlicher auf der Suche nach einer beruflichen Ausbildung und menschenwürden Beschäftigungsmöglichkeit.