Ecuador
Kinder und Jugendliche vor der Rekrutierung durch kriminelle Banden schützen
Die zunehmende Gewalt und die Verschlechterung der Sicherheitslage in Ecuador gefährden insbesondere Kinder und Jugendliche. Viele von ihnen wachsen in einem Umfeld auf, in dem kriminelle Banden um Einfluss kämpfen und gezielt junge Menschen anwerben. Um dem entgegenzuwirken, braucht es starke lokale Präventionsstrukturen und das gemeinsame Engagement verschiedener gesellschaftlicher Akteure. Das Projekt unterstützt Kommunen, Zivilgesellschaft und weitere Partner dabei, ihre Fähigkeiten zur Förderung von sozialem Zusammenhalt auszubauen, Schutzmechanismen zu stärken und jungen Menschen sichere Perspektiven jenseits von Gewalt und Kriminalität zu eröffnen.
Auf einen Blick
Hintergrund
Ecuador steht vor großen gesellschaftlichen Herausforderungen: Die Sicherheitslage hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschärft, Gewalt und organisierte Kriminalität haben zugenommen. Kinder und Jugendliche sind dabei einem erhöhten Risiko ausgesetzt, von kriminellen Banden angesprochen, unter Druck gesetzt und für deren Strukturen angeworben zu werden.
Um dieser Entwicklung nachhaltig entgegenzuwirken, braucht es mehr als einzelne Maßnahmen zur Kriminalitätsbekämpfung. Notwendig sind koordinierte Präventionsansätze, die auf lokaler Ebene ansetzen und verschiedene gesellschaftliche Akteure einbeziehen. Staatliche Maßnahmen müssen durch das Engagement von Kommunen, Zivilgesellschaft, Privatwirtschaft und Wissenschaft ergänzt werden, um gemeinsam sichere und inklusive Lebensräume und Chancen für Kinder und Jugendliche zu schaffen.
Viele dieser Akteure verfügen jedoch bislang nur über begrenzte Kapazitäten, um aktiv Verantwortung für sozialen Frieden und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu übernehmen. Lokale Strukturen zur Prävention von Gewalt und Bandenrekrutierung sind vielerorts noch nicht ausreichend entwickelt oder miteinander vernetzt. Es fehlt an Wissen, Ressourcen und Kooperationsmechanismen, um gefährdete Kinder und Jugendliche frühzeitig zu erreichen und ihnen alternative Perspektiven aufzuzeigen.
Unser Engagement in Ecuador