Armenien
Zukunft gestalten: Soziale Schülerfirmen
Junge Menschen sind in Armenien überdurchschnittlich häufig arbeitslos. Insbesondere Mädchen, junge Frauen, Jugendliche mit Fluchterfahrung und junge Menschen aus ländlichen Regionen sind betroffen. Es fehlen praxisnahe Bildungsangebote und Möglichkeiten relevante berufliche Fähigkeiten zu erlenen. Mit dem Bildungskonzept der sozialen Schülerfirmen stärken wir die beruflichen und unternehmerischen Kenntnisse armenischer Jugendlicher. So erlangen sie die notwendigen Kompetenzen, ihre Gemeinden und das Land innovativ und nachhaltig in eine bessere Zukunft zu führen.
Auf einen Blick
Hintergrund
Armenien steht vor großen sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen, die insbesondere junge Menschen in ländlichen Regionen betreffen. Hohe Jugendarbeitslosigkeit, Abwanderung und eine hohe Anzahl Geflüchteter aus Bergkarabach verschärfen die Situation. Gleichzeitig fehlen vielen Jugendlichen praxisnahe Bildungsangebote, Mentoring und Möglichkeiten, eigene Ideen umzusetzen.
Besonders Mädchen und junge Frauen sowie junge Menschen mit Fluchterfahrung stoßen auf zusätzliche Hürden. Dabei steckt in ihren Ideen und Fähigkeiten großes Potenzial für lokale Innovation und nachhaltige Entwicklung. Es braucht Räume, in denen junge Menschen unternehmerische Kompetenzen entwickeln, eigene Projekte verwirklichen und die Zukunft ihrer Gemeinden aktiv mitgestalten können.
Unser Engagement in Armenien
In Armenien stärken wir 700 Schülerinnen und Schüler im Alter von 14-21 Jahren und ermöglichen ihnen, ihre Ideen in konkrete Lösungen für ihre Gemeinden zu verwandeln. Mit der bereits in anderen Ländern etablierten Methode der Sozialen Schülerfirmen (SSC) verbinden wir unternehmerisches Lernen mit praktischer Erfahrung: Jugendliche entwickeln eigene Geschäftsideen, erarbeiten Businesspläne und setzen diese mit Unterstützung von Lehrkräften, Mentoren und Anschubfinanzierungen um.
Insgesamt schulen wir dafür 100 Lehrkräfte sowie 20 Mentoren. In 35 Bildungseinrichtungen, davon 25 weiterführende Schulen und 10 Berufsschulen, etablieren wir so Lern- und Erfahrungsräume, in denen junge Menschen unternehmerisches Denken, Team- und Führungskompetenzen und die praktischen Fähigkeiten zur Projektumsetzung entwickeln.
Besonders Mädchen, Jugendliche aus ländlichen Regionen und junge Menschen mit Fluchterfahrung erhalten dadurch neue Perspektiven für Beruf, Selbstständigkeit und gesellschaftliche Teilhabe.
60% und damit 420 der Teilnehmenden sind Mädchen und junge Frauen. 15% (150) der 700 Teilnehmenden sind Jugendliche mit Fluchterfahrung. Insgesamt kommen 280 (40%) aller Teilnehmenden aus strukturschwachen ländlichen Gebieten.
Durch die Verankerung der Methode in armenischen Schulen und in der armenischen Berufsbildung schaffen wir langfristige Strukturen, die junge Menschen stärken und die lokale wirtschaftliche und soziale Entwicklung nachhaltig fördern.