Unser Engagement für
Kinderschutz
Hintergrund
Kindern ein schützendes und förderndes Umfeld zu bieten, ist essentiell für ihre Entwicklung. Kinder zu schützen bedeutet, ihr Wohlergehen zu wahren und sie vor Vernachlässigung und Misshandlung zu bewahren. Dazu gehört aber auch, ihnen Entwicklungschancen zu bieten. Aus diesem Grund haben die Vereinten Nationen im Jahr 1989 auch die Kinderrechtskonvention verabschiedet – eine Übereinkunft zum Schutze und der Verwirklichung der Kinderrechte. Kinder haben unter anderem das Recht auf Leben und Entwicklung, das Recht Bildung, das Recht auf Gesundheit und das Recht auf Schutz vor Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch.
Kinderschutz heißt, diese Kinderrechte in die Tat umzusetzen und Kinder entsprechend vor Gefahren wie Gewalt oder Vernachlässigung zu schützen. Damit sie sicher aufwachsen können, ein liebevolles Umfeld haben, gefördert werden, sich frei entwickeln und ihr Potential entfalten können. Die Wichtigkeit von Kinderschutz haben weltweit 195 Staaten durch die Ratifizierung der Kinderrechtskonvention anerkannt. Trotzdem können weltweit Millionen von Kindern ihre Rechte nur eingeschränkt oder gar nicht wahrnehmen.
Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass Kinder und Jugendliche in einer sicheren Umgebung aufwachsen, individuelle Förderung erhalten und vor Missbrauch geschützt werden. Besonders Mädchen und Kinder mit Behinderung haben oftmals nicht die gleichen Chancen und Möglichkeiten – ihnen gilt in unserer Arbeit daher ein besonderes Augenmerk.
Unsere Projekte für Kinderschutz
Abgeschlossene Projekte für Kinderschutz
Georgien: Soziales Unternehmertum für eine wettbewerbsfähige Jugend
Ein Drittel aller jungen Menschen in Georgien ist arbeitslos – eine Zahl, die aufgrund der Diskrepanz zwischen den vermittelten Kompetenzen an Schulen sowie den Anforderungen des Arbeitsmarktes weiter vorangetrieben wird. Zwei Jahre lang haben wir an georgischen Berufsschulen daher das Konzept der sozialen Schülerfirmen etabliert, um junge Menschen auf ihrem Weg in die Arbeitswelt gezielt zu fördern und ihnen berufliche Praxiserfahrung zu ermöglichen. Mit Erfolg - die jungen Frauen und Männer haben gleich mehrere innovative Geschäftsmodelle auf den Weg gebracht, unter anderem im Bereich Recycling und in der nachhaltigen Setzlingsproduktion.
Kongo: Hoffnung für "Hexenkinder"
In der Stadt Bukavu wurden immer mehr Kinder Opfer des Hexenglaubens. In der von Armut und Gewalt heimgesuchten Krisenprovinz Süd-Kivu haben falsche Prediger die Verzweiflung der Bevölkerung ausgenutzt und den Hexenglauben befeuert, um selbst zu Geld und Einfluss zu kommen. Vor allem Kinder waren davon betroffen. Sie wurden beispielsweise zu Hexen erklärt, weil Verwandte sie nach dem Tod der Eltern loswerden wollten. Viele wurden misshandelt und blieben traumatisiert, verwirrt und verängstigt zurück. Wir haben diesen Kindern Schutz vor Verfolgung und Ausgrenzung, liebevolle Fürsorge, den Besuch der Schule und psychologische Hilfe geboten. Mit Aufklärungskampagnen haben wir außerdem dazu beigetragen, dem Phänomen der „Hexenkinder“ den Boden zu entziehen.
Sri Lanka: Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung
Menschen mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung sind in Sri Lanka noch immer einer starken Stigmatisierung ausgesetzt. Über einen Zeitraum von sieben Jahren haben wir uns im Land dafür eingesetzt, Kindern und Jugendlichen mit Behinderung die vollständige Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Ein wesentlicher Aspekt dafür war der Abbau der bestehenden physischen, sozialen, psychologischen und wirtschaftlichen Barrieren. Wir haben ihren Zugang zu Gesundheit und Rehabilitation verbessert, ihnen durch Gesundheits-Screenings eine fachgerechte Diagnose und Therapie ermöglicht sie durch Hilfsmittel wie Gehhilfen oder Hörgeräte unterstützt. Zudem haben wir inklusive Schulen und Berufsbildungszentren gefördert und durch politische Arbeit und öffentliche Sensibilisierung die Rechte von Menschen mit Behinderung nachhaltig gestärkt.
Ukraine: Krebsvorsorge verbessern
Wenn belastende Krisensituationen zum Alltag werden, führt das zu einem Anstieg verschiedener Erkrankungen. So auch in der Ukraine, wo die Zahl der Krebserkrankungen seit Jahren steigt. Junge Frauen sind davon besonders häufig betroffen. Zwei Jahre lang haben wir uns in der Region Wolyn, im Westen der Ukraine, durch Schulungen, mobile Untersuchungen und Aufklärung dafür eingesetzt, die Frühdiagnose von Krebs auch im ländlichen Raum zu ermöglichen und so Leben zu retten. Dazu haben wir unter anderem Fachkräfte geschult, regionale Ärzte und Ärztinnen gestärkt, die medizinische Grundversorgung verbessert, medizinische Ausrüstung zur Verfügung gestellt und die Bevölkerung zur Wichtigkeit der Krebsprävention aufgeklärt. Ein besonderer Fokus lag dabei auf benachteiligten Gruppen wie Binnengeflüchteten sowie HIV und AIDS Erkrankten.