Das Bild zeigt einen Jungen in der Schule.

Unser Engagement für

Bildung

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Hintergrund

Bildung ist eine der wichtigsten Ressourcen, um Armut zu bekämpfen und gesellschaftliche Veränderungen zu erreichen. Sie bedeutet nicht nur Lesen, Schreiben und Rechnen zu lernen, sondern auch die Chance, Ausbeutung und Abhängigkeit zu entkommen. Bildung ist nicht nur ein Menschenrecht, sondern auch ein wichtiger Schlüssel für den Zugang und die Grundlage zur Ausübung vieler weiterer Rechte und für ein selbstbestimmtes Leben

 

Eine gute Schulbildung hat nicht nur unmittelbare positive Auswirkungen auf das einzelne Leben, sie trägt auch langfristig zur Entwicklung ganzer Gemeinschaften bei. Denn Bildung ermöglicht eine verbesserte Gesundheit, bessere berufliche Chancen und dass Menschen sich aktiv für die Zukunft ihrer Gemeinschaft engagieren. Bildung trägt damit maßgeblich zur mehr Chancengleichheit, Frieden, Wohlstand und Nachhaltigkeit bei. 

Das Bild zeigt eine Schulklasse in Indien.

Doch die Möglichkeit, Bildung wahrzunehmen, ist weltweit noch immer sehr ungleich verteilt. Millionen von Kindern, vor allem in ärmeren Regionen, haben keinen oder nur sehr eingeschränkten Zugang zu Schulbildung. Oftmals hindern Armut, fehlende Infrastruktur oder kriegerische Konflikte sie daran, regelmäßig die Schule zu besuchen und ihre Rechte wahrzunehmen. Besonders Mädchen und Kinder mit Behinderung sind von Bildungsbenachteiligung betroffen. 

 

Alle Kinder und Jugendliche weltweit benötigen Zugang zu einer guten (Aus-)Bildung. Deswegen setzen wir uns in weltweit mehr als 30 Ländern für Bildungsmöglichkeiten, insbesondere auch für junge Mädchen und Frauen, ein. Wir bauen Schulen und statten sie mit Lehr- und Lernmaterialien, Mobiliar sowie Toiletten- und Sanitäranlagen aus. Wir schulen Lehr- und Fachpersonal und ermöglichen Jugendlichen qualitative Berufs- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Jedes 5. Kind zwischen 6 und 17 Jahren weltweit geht nicht zur Schule.

In Subsahara-Afrika ist der Zugang zu Bildung am schlechtesten. Jedes 3. Kind besucht dort nicht die Schule.

Fehlende Lehrkräfte, schlechte Lernbedingungen an Schulen sowie weiter Schulwege führen zu einem Mangel an qualitativ hochwertiger Bildung.

Die Einschulungsrate bei Mädchen ist deutlich geringer als bei Jungen. Das liegt daran, dass Bildung für Mädchen in vielen Kulturen für weniger wichtig gehalten wird als für Jungen.

Die Anzahl der Analphabeten unter Jugendlichen hat über die letzten Jahrzehnte deutlich abgenommen. Heutzutage können etwa 10% der Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren keinen einfachen Satz lesen oder schreiben.

Bildung hängt eng mit Armut und Hunger sowie mit der geografischen und sozialen Herkunft zusammen. In Ländern mit großer Armut sind die Bildungschancen am geringsten.

Unsere Projekte für Bildung

Abgeschlossene Projekte für Bildung

Georgien: Soziales Unternehmertum für eine wettbewerbsfähige Jugend

 

Ein Drittel aller jungen Menschen in Georgien ist arbeitslos – eine Zahl, die aufgrund der Diskrepanz zwischen den vermittelten Kompetenzen an Schulen sowie den Anforderungen des Arbeitsmarktes weiter vorangetrieben wird. Zwei Jahre lang haben wir an georgischen Berufsschulen daher das Konzept der sozialen Schülerfirmen etabliert, um junge Menschen auf ihrem Weg in die Arbeitswelt gezielt zu fördern und ihnen berufliche Praxiserfahrung zu ermöglichen. Mit Erfolg - die jungen Frauen und Männer haben gleich mehrere innovative Geschäftsmodelle auf den Weg gebracht, unter anderem im Bereich Recycling und in der nachhaltigen Setzlingsproduktion.

Kambodscha: Verbesserte Berufschancen für Jugendliche

 

Der Zugang zu Bildung bleibt in Kambodscha vielen Kindern und Jugendlichen verwehrt – vor allem in ländlichen Regionen. Das schnelle Bevölkerungswachstum und die damit einhergehende junge Bevölkerungsstruktur stellt das Land vor Herausforderungen. Fehlende Bildungs- und Berufsmöglichkeiten führen dazu, dass viele junge Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen arbeiten. In unserem Projekt haben wir uns daher mit Nachdruck für verbesserte Schulstrukturen und Bildungschancen sowie den Ausbau von Arbeitsplätzen in Kambodscha eingesetzt. Zu unserem Engagement gehörten der Zugang zu hochwertiger Bildung, Fort- und Weiterbildungen für Lehrkräfte, Nachholunterricht und Aufholklassen sowie die Beratung Jugendlicher auf der Suche nach einer beruflichen Ausbildung und menschenwürden Beschäftigungsmöglichkeit.

Republik Moldau: Kindergarten für ukrainische Kinder

 

In Chişinău habe wir in Zusammenarbeit mit der Baden-Württemberg Stiftung und dem lokalen Partner National Congress of Ukrainians of Moldova (NCUM) den Auf- und Ausbau einer Kindertagesstätte für geflüchtete ukrainische Kinder unterstützt. In der Tagesstätte „Dyvosvit“ erhalten die betroffenen Kinder nun pädagogische und psychosoziale Betreuung, um Kriegstraumata zu verarbeiten und ihre Integration in die moldauische Gesellschaft zu fördern. Gleichzeitig haben wir ihre Eltern bei ihrer Eingliederung in den Arbeitsmarkt unterstützt, um ihnen den Start in ein neues Leben zu erleichtern.

 

 

 

Ukraine: Krebsvorsorge durch Weiterbildung verbessern

 

Wenn belastende Krisensituationen zum Alltag werden, führt das zu einem Anstieg verschiedener Erkrankungen. So auch in der Ukraine, wo die Zahl der Krebserkrankungen seit Jahren steigt. Junge Frauen sind davon besonders häufig betroffen. Zwei Jahre lang haben wir uns in der Region Wolyn, im Westen der Ukraine, durch Schulungen, mobile Untersuchungen und Aufklärung dafür eingesetzt, die Frühdiagnose von Krebs auch im ländlichen Raum zu ermöglichen und so Leben zu retten. Dazu haben wir unter anderem Fachkräfte geschult, regionale Ärzte und Ärztinnen gestärkt, die medizinische Grundversorgung verbessert, medizinische Ausrüstung zur Verfügung gestellt und die Bevölkerung zur Wichtigkeit der Krebsprävention aufgeklärt. Ein besonderer Fokus lag dabei auf benachteiligten Gruppen wie Binnengeflüchteten sowie HIV und AIDS Erkrankten.  

Jetzt Kindern eine Zukunft geben

Ihre Spende für eine Welt, in der Kinder sicher aufwachsen, sich frei entfalten und Armut überwinden können.